1. Senn von Gansingen AG, ab 1625, (Klein-) Bauern

Die Angehörigen der Senn – Sippe sind in Gansingen AG heimatberechtigt. Laut dem ersten Bürgerverzeichnis von 1846 gehörten sie zu den 15 Bürgergeschlechtern des Ortes. Der Bürgerrodel von 1627 führte 57 Bürger auf u.a. auch mit dem Namen Senn. (1) In den Kirchenbüchern gibt es unterschiedliche Schreibweisen für den Namen: Sen, Sehnn, Sehn, Senn. Der Name wird vom mittelhochdeutschen „senn = Hirt, Senner wohnhaft bei oder auf einer Weide“ abgeleitet. (2)

Zu Beginn meiner Recherche hatte ich keine Ahnung, wo Gansingen liegt. Meinen Grossvater väterlicherseits habe ich nicht gekannt. Er starb sehr früh (1927) als mein Vater noch ein Knabe war. Auch über seine Familie hatte ich kaum Informationen. Um in die Geschichte der Familie einzutauchen, habe ich mich zu Fuss aufgemacht, um den Heimats-und Geburtsort der Senn-Sippe aufzusuchen:

„In Bürersteig, der Passhöhe zwischen Brugg (an der Aare) und Laufenburg (am Rhein) verlassen wir das Postauto und wandern durch den Wald Richtung Laubberg. Nach einiger Zeit kommen wir aus dem Gehölz heraus und sehen die sanften Hügel des Tafeljuras. Die Landschaft ist sehr grün, viele Hügel sind bewaldet, auf einzelnen Feldern steht noch der Mais. Auf dem Laubberg begegnen wir einem Mann, der versucht, die Schnüre seines Hängegleiters zu ordnen und den Schirm aufzublasen. Nach etlichen Versuchen gelingt es ihm zu fliegen. Er hat aber wenig Auftrieb und segelt bald der Talsenke zu, wo sich das Dorf Gansingen befindet. Wir blicken auf das Dorf hinunter. Der Kirchturm fällt einem besonders auf. Neben dem Hauptdorf gibt es noch zwei Weiler, die zu Gansingen gehören. Ein anderer Mann lässt ein Segelflugzeug steigen. Wir geniessen die schöne Aussicht und die friedliche Stimmung bei kühlem, schönem Wetter. Zuoberst auf dem Laubberg steht eine kleine Kapelle mit einer Pieta-Statue und mit Blumen geschmückt. Der Abstieg Richtung Mettau ist steil. Im Waldstück stehen 14 Stelen mit Szenen aus der Passion Christi. Ein älteres Ehepaar weist uns den Weg Richtung Gansingen. Wir wandern jetzt auf einem Kiessträsschen vorbei an Obstbäumen und zwei Bauernhöfen. In einem hoch eingezäunten Gehege weiden Hirsche. Im Dorf kehren wir im Restaurant Löwen ein. Sowohl vom Essen, als auch von der freundlichen Bedienung und den günstigen Preisen sind wir sehr angetan. Für 3 dl einheimischen Rotwein bezahlen wir Fr. 10.-, das Wasser ist gratis. Am Nachbartisch hat es eine Männerrunde. Die Männer diskutieren über die Dorfpolitik. Später kommen noch junge Männer, die einem Sportclub angehören, an die Bar. Ihr Hockeyclub ist einer von ca. 20 Dorfvereinen.- Der erste Eindruck von meinem ursprünglichen Heimatort ist sehr positiv.“ (Spätsommerwanderung nach Gansingen, 24. August 2014)

1.1. Herkunft

1.1.1. Das Dorf

Gansingen ist ein Dorf im Aargauer Jura. Es liegt auf ca. 380 m Höhe zuhinterst im Mettauertal in der Region des Fricktals. Laut der Karte gibt es neben dem eigentlichen Dorf Gansingen noch die Weiler Unter- und Ober-Büren und das 100m höher gelegene Galten. Von Gansingen aus ist es nicht weit zum Rhein und nach Deutschland. Wenn man vom Dorf aus der Strasse süd-östlich über den Bürersteig (550m ü. M), einem Jurapass von regionaler Bedeutung, folgt, gelangt man nach Remigen und Brugg im Aaretal. Gansingen wirkt vom Dorfbild her ländlich. Man sieht keine Fabrikgebäude. Ein grösseres Zentrum fehlt in der Nähe. Die kath. Pfarrkirche St. Georg wurde gegen Ende des 19. Jh. im neuromanischen Stil erbaut. Eine erste Pfarrkirche ist 1281 bezeugt. In den 1960er Jahren entstand am Osthang in Richtung Büren eine Siedlung von Einfamilienhäusern. Ein Grossteil der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet auswärts. «Gansingen hat 1030 Einwohner (Stand 31. Dez. 2017). Der Ausländeranteil beträgt 9,2%.»(3) Es scheint ein sehr lebendiges Dorf zu sein, wie die 5 Filme auf der Homepage verraten. Neben dem Restaurant Löwen gibt es noch zwei andere Gasthöfe, die alle am Sonntag offen haben.

Vielleicht ist diese relative Abgeschiedenheit des Ortes der Grund, dass es ein aktives Dorfleben gibt. In der Dorfchronik bin ich u.a. auf folgende Dorfvereine gestossen: Natur- und Vogelschutzverein, Mütterverein, Landfrauenverein, Velo-und Motoclub, Reitverein Laubberg, Musikgesellschaft, Theaterverein (mit jährlicher Aufführung), Schiessverein, Feuerwehr, Samariterverein, Pfarreigruppen, Viehzuchtgenossenschaft, landwirtschaftlicher Bezirksverein, Turnverein, Hockeyclub etc. Als politische Parteien werden die CVP und die SVP genannt. Die katholische Pfarrei scheint immer noch eine grosse Bedeutung zu haben. (4) Früher galt „Gansingen bei den übrigen Bewohnern des Tals als schwarz, d.h. erzkirchlich.“ Es soll schon immer «ein starkes Eigenbewusstsein gehabt haben, denn es lag fern genug von städtischen Siedlungen, um ein Eigenleben zu führen» (5)

Als Gemeindewappen hat Gansingen eine weisse Gans vor himmelblauem Hintergrund auf einem grünen Dreiberg stehend.

Am 21. September 2007 lehnte die Gemeindeversammlung den Antrag ab, mit Etzgen, Hottwil, Mettau, Oberhofen und Will zur Gemeinde Mettauertal zu fusionieren. Die übrigen Gemeinden beschlossen daraufhin am 20. März 2008, vorerst ohne die Mitwirkung von Gansingen zu fusionieren. (6)

1.1.2. Geschichte

Die Gegend von Gansingen wurde im 5. oder 6. Jahrhundert von Alemannen besiedelt. Ihre Siedlungsform war der Weiler, d.h. eine kleine Siedlung mit wenigen Häusern, Hütten und Speichern. Einige Flurnamen wie Hochrütti, Brand, Schlatt weisen auf Rodungen hin. Der Namen Gansingen scheint auf den Alemannen Ganzo zurückzugehen. Seine Nachkommen hiessen die Ganzinga später, Ganzolinger, Ganziger, Gansinger. Die erste urkundliche Erwähnung von Gansungen erfolgte im Jahr 1240. (7)

Im Weiler Galten, wo die Senn-Vorfahren bis 1829 gelebt haben, wurde 1991 eine 3000 alte Scherbe gefunden. Es ist möglich, dass die Gegend schon viel früher von Kelten besiedelt war.

Die Christianisierung fand ab dem 6. Jahrhundert statt. Einen wichtigen Einfluss bei der Verbreitung des Christentums hatte der irische Heilige Fridolin, der aus Südfrankreich herkam.

„Das Dorf Gansingen unterstand im MA der Gerichtsbarkeit der jeweiligen Burg Bernau im nahen Leibstadt. Die Landesherrschaft ging 1386 von den Grafen von Habsburg-Laufenburg an die ältere Linie der Habsburger über. Diese verpfändete nach dem Waldshuterkrieg von 1468 das gesamte Fricktal an Burgund. Als die Burgunder von den Eidgenossen während der Burgunderkriege vernichtend geschlagen worden waren, kam Gansingen 1477 wieder unter österreichische Herrschaft.“ (8)

Die Dörfer Hottwil und Mandach im Nachbartal haben die Berner nach dem Schwabenkrieg 1499 unter ihre Herrschaft gebracht. Zwischen dem Berner Gebiet und dem Mettauer Tal, wozu Gansingen gehört, bestand eine Rivalität: “Während des Schwabenkrieges von 1499 zogen Bauern aus dem Mettauertal plündernd durch die Dörfer im benachbarten Berner Aargau.“ (9) Neben dem Gegensatz zwischen der österreichischen und bernischen Herrschaft kam nach der Reformation noch der Unterschied in den Konfessionen dazu. Gansingen ist katholisch. Die Nähe zu den protestantischen Dörfern, oder anders gesagt die Abgrenzung von ihnen hat möglicherweise dazu beigetragen, dass Gansingen eine in sich geschlossene Dorfgemeinschaft blieb. Erzählungen von älteren Gansingern unterstreichen diese Hypothese: „Die katholischen Pfarrherren, die einen grossen Einfluss ausübten, hatten den Jungen verboten, in die reformierten Dörfer zu gehen. Die Gansinger sind vor 100 oder 150 Jahren nicht ins angrenzende protestantische Gebiet gegangen, um Arbeit zu suchen, sondern ins Elsass. Dies schlägt sich bis heute auch in der Sprache nieder. Für Rüben sage man in Hottwil: „Runggle“ in Gansingen: “Turlips“, ein elsässischer Begriff. (10)

Die österreichischen Behörden verfügten in Gansingen über weniger Kompetenzen als in den übrigen vorderösterreichischen Dörfern, weil die Herrschaft Bernau eine gewisse Eigenständigkeit beibehielt. (11)

Auf politische Ereignisse wie der Dreissigjährige Krieg (1618 -1648) und die Besetzung des Fricktals durch Truppen (1796 -1802) zu Napoleons Zeit, welche das Leben der Bevölkerung von Gansingen stark geprägt haben, gehe ich im Kapitel «Alltagsleben» ein. «Am 20.02.1802 wurde Gansingen eine Gemeinde im Distrikt Laufenburg des Kantons Fricktal. Der Kanton Fricktal schloss sich der Helvetischen Republik an. Damit war die Gemeinde schweizerisch geworden. Seit dem 19. März 1803 gehört Gansingen zum neu gebildeten Kanton Aargau». (12) Der neue Kanton entstand aus dem Berner Aargau, den freien Ämtern mit der früheren Grafschaft Baden und dem österreichischen Fricktal.

Klimakatastrophen verbunden mit Missernten zu Beginn des 19. Jahrhunderts und zwei verheerende Feuersbrünste in Gansingen (1814) und dem Weiler Galten (1829) hatten schlimme Folgen für die Bevölkerung. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte aufgrund der wirtschaftlichen Not eine Auswanderungswelle ein. Bis um 1910 nahm die Dorfbevölkerung um über einen Drittel ab (1850: 1053; 1910: 682). Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb Gansingen landwirtschaftlich geprägt, daneben existierten einige Gewerbebetriebe, wie z.B. eine Nagelschmiede. Die Bevölkerungszahl stagnierte bis zu Beginn der 1980er Jahre, seither ist sie wieder leicht ansteigend. (13)

1.2. Lebensdaten der Senn – Angehörigen

Die Senn-Vorfahren werden im Kapitel 21.1. im Überblick dargestellt.
Erste namentliche Erwähnung eines Angehörigen der Familie Senn findet sich 1629 in den Registern des Stiftes Säckingen. Dort ist die Rede von einem „Uli Senn, Vogt zu Gansingen in der Herrschaft Bernau, der dort im Namen Erzherzog Leopolds zu Gericht sitzt“. (14)

Wie anspruchsvoll es ist, korrekte Angaben zu den Vorfahren zu finden, zeigt ein erster Versuch von 1943:
Mein Vater hatte einem geschichtskundigen, katholischen Pfarrer von Burgdorf, namens J. Senn, den Auftrag erteilt, über die Ahnen nachzuforschen. In einem Brief vom 27. Oktober 1943 hat Pfarrer J. Senn meinem Vater Folgendes über die Senn-Sippe mitgeteilt:„Ich habe die alten Pfarrbücher von Gansingen durchgesehen und die Sennen zusammengetragen etwa auf 300 Jahre zurück. Damals freilich, wo die Bücher aufhören, waren die Sennen schon ziemlich zahlreich in Gansingen und z.T. in führenden Stellen (Vogt!). Also müssen sie schon früher eingewandert sein. Eine alte Lokaltradition sagt, die Sennen seien anlässlich der Einführung der Reformation im Gebiet über dem Berg (Hottwil, Mandach etc.) aus Etzwil eingewandert. Es sollen 3 Brüder gewesen sein, wovon einer nach Gansingen kam, einer nach Baden auswanderte und einer nach Habsburg. Tatsächlich finden sich an beiden Orten bis heute noch zahlreiche Familien Senn“….

Als Wappen schlug der Pfarrer das alte Etzwiler Sennen-Wappen von 1639 bestehend aus 3 roten geknickten Balken auf weissem Grund vor.

Diese Angaben sind zu ungenau. Für mein Vorhaben sind sie nicht zielführend.

Mit den Angaben vom Zivilstandsamt Laufenburg und vor allem mit Hilfe von Edi Boutellier, einem guten Kenner der Gansinger Geschlechter, liessen sich die Senn-Vorfahren von Galten-Gansingen bis ca. 1625 zurückverfolgen. (s. «Überblick», Kp. 21.1.) Das Kirchenbuch beginnt 1639.

1.2.1. Älteste Senn-Vorfahren – Anzahl Generationen – Heiratsalter – Anzahl Kinder – Alter – Vornamen

Die Stammeltern sind Fridolino Senn (ca. 1625 – 24.09.1676) und Anna Kermin (ca. 1625 – 12.07.1677). Geboren wurden sie gemäss Annahme des Verfassers (E. Boutellier) ca. um 1625. Geheiratet haben sie am 26.11.1651. Sie hatten sieben Kinder. Es folgten weitere 8 Generationen. Mit meinem Vater, Eugen Senn (14.07.1913 – 10.06.1994) sind es neun Generationen Senn, die sich feststellen lassen. Da Eugen und sein Bruder Karl keine männlichen Nachkommen hatten, stirbt diese Senn-Linie 1994 aus.

Drei Frauen aus der Senn-Sippe: Cäcilia Egg (1724 – 1797), Maria Obrist (1758 – 1844) und Theresia Obrist (1793 – 1860) waren bei ihrer Verheiratung über 30 Jahre alt. Ihre Männer waren deutlich jünger (4, 8, 9 Jahre). Bei der Verehelichung war kein Partner, keine Partnerin unter 20 Jahre alt.

Die Anzahl Kinder variierte in den Familien zwischen zwei und zehn. Henrici oder Henricus Senn (1690 -1776) und Anna geb. Stäublin von Sulz (gest. 03.06.1749) hatten innerhalb von 17 Jahren zehn Kinder. Dagegen hatte Heinrich Senn (1766 – 1835) und seine Frau Maria Obrist (1758-1844) nur zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Maria war 8 Jahre älter als ihr Mann. Bei der Heirat am 22.11.1790 war sie 32 Jahre alt. Das erste Kind bekam sie mit 36 Jahren und ihr Sohn Josef kam auf die Welt als sie 43 Jahre alt war.

Das Alter der Männer war zwischen 35 Jahren (2. Generation) und 86 Jahren (3. Generation). Die Frauen wurden tendenziell eher älter. Die Spannbreite liegt bei ihnen zwischen 43 Jahren (2. Generation) und 86 Jahren (5. Generation).

Im Vergleich zum Bernbiet tauchen im katholischen Gansingen teilweise andere Vornamen auf. Die Pfarrer, welche die Kirchenbücher führten, waren zudem bei der Namenschreibung sehr kreativ: Ein Heinrich wurde als Henricus oder Henrici eingetragen. Oft lauteten die männlichen Vornamen auf die Endung – us: Franziscus, Henricus, Petrus, Leontius, Domenicus, Fortunatus.

1.2.2. Wohnorte

Die Sennen wohnten zuerst im Dorf Gansingen und im Weiler Büren und später im Weiler Galten. Nach dem verheerenden Brand von Galten 1829 haben die Vorfahren (5. und 6. Generation) sich im Schlatt niedergelassen. Das Bauernhaus der Familie Senn im Schlatt befand sich auf Gansinger Boden. Es gab dort ebeneres und besseres Land.

Das gebräuchliche Wappen der Senn-Linie von Galten ist ein weisses Ochsenjoch auf rotem Grund über grünem Dreiberg. Das Wappen wurde 1958 vom Staatsarchiv Aargau geschaffen. (15)

1.3. Das Alltagsleben von Kleinbauern

1.3.1. Das Dorf Gansingen früher

Das Dorf Gansingen wurde verkehrsmässig spät erschlossen. Erst seit 1892 verkehrte ein Einspänner-Pferdepostkurs nach Gansingen, betrieben durch den Löwenwirt. Das erste Postauto im Mettauertal fuhr 1927.(16) Das Leben der Menschen war durch den ländlichen Alltag und die katholischen Kirchenfeste bestimmt. Die Angehörigen der Familie Senn waren Teil der ländlich geprägten Bevölkerung von Gansingen.

Gansingen wurde im Verlauf der Geschichte zweimal fast vollständig zerstört: «Im Dreissigjährigen Krieg, besser bekannt unter dem Namen «Schwedenkrieg» (1618-1648) sollen die Schweden nur noch vier Häuser und die Kirche stehen gelassen haben, alles andere war angezündet und auf den zahlreichen Streifzügen verwüstet worden.»(17) Die zweite Katastrophe ereignete sich am 15. Oktober 1814. Da wurde das Dorf ein Raub der Flammen. «Die meisten Menschen arbeiteten auf den Feldern, als sie plötzlich durch Sturmglocken und Füriorufe aufgeschreckt wurden. Sie sahen über dem Dorf Rauchwolken aufsteigen und eilten heim. Jede Hilfe kam zu spät. Das ganze Dorf stand in Flammen. Ans Löschen war nicht mehr zu denken, man versuchte zu retten, was zu retten war: Menschen und Vieh. In knapp dreiviertel Stunden standen 28 Häuser mit ihren Nebengebäuden in Flammen. 46 Haushaltungen brannten nieder, 262 Personen waren obdachlos geworden. Auch die Kirche hatte bereits zu brennen angefangen. Durch das schnelle Eingreifen beherzter Bürger konnte sie gerettet werden Der Pfarrhof hingegen war bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Feuer war im Haus des Melchior Oeschger ausgebrochen. «Seine Frau hatte sich schon einige Tage lang mit Hanf- und Rätschbrechen abgegeben. Um schneller vorwärtszukommen wollte sie den Hanf in der Nähe des Feuers trocknen. Ein Feuerfunken: und das Holzhaus mit Strohdach wurde ein Raub der Flammen. Bis auf sechs Häuser im Oberdorf waren alle abgebrannt.» (18)

Die Dorfbevölkerung bestand vor allem aus Landarbeitern und Bauern. Daneben gab es dann im 19. Jahrhundert eine gut ausgebaute dörfliche Infrastruktur, in der die wichtigsten Handwerker vertreten waren. Die meisten von den Handwerkern betrieben sicher daneben noch Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Es waren: Schuster (11), Schneider (6), Schreiner (3), Zimmermann (9), Küfer (2), Maurer (25), Hafner (1), Seiler (1), Müller (1), Wagner (1), Nagler/Schmied (6), Glaser (1), Steinhauer (1), Metzger (2), Bäcker (3), Krämer (1), Wirt (1). Neben den handwerklichen und gewerblichen Berufen waren noch 2 Lehrer, 1 Tierarzt, 1 Arzt und 1 Gemeindeschreiber im Dorf tätig. Bei den Frauen wird in der Statistik von 1850 1 Müllerin und 1 Arbeitslehrerin aufgeführt.(19) Der Pfarrer, der eine wichtige Stellung im Dorf inne hatte, wird interessanterweise in dieser Zusammenstellung nicht erwähnt. Es war zu dieser Zeit Johann Baptist Schmidlin, der das Pfarramt von 1844 bis 1856 verwaltete. (20) Auch die Dorfhebamme fehlt in der Aufzählung. Der in der Statistik erwähnte Wirt war vermutlich derjenige vom Gasthof Löwen. Daneben gab es wohl mehrere „Buschwirtschaften“, wo Speise und Trank aus Eigenproduktion angeboten wurde. Diese wurden von Bauern betrieben. Das 1832 gegründete Restaurant Landhaus war zuerst eine Buschwirtschaft, ab 1884 wurde es ein „normales“ Wirtshaus und hiess „zur Pinte“. Von jetzt an durfte auch Bier ausgeschenkt werden. (21) In einer Eisenwarenhandlung „Handlung Erdin“ konnte alles Notwendige eingekauft werden. Die Bewohner der Nachbardörfer sollen auch in dieser Eisenwarenhandlung eingekauft haben. 1887 wurde ein „Konsumverein Gansingen“ gegründet. Bis 1892 mussten die Menschen zu Fuss in die Nachbardörfer und nach Laufenburg gehen. (22)

Um 1850 lebten im Dorf 1053 Personen. Davon waren 3 Ausländer, 2 aus dem Grossherzogtum Baden. Alle Bewohner waren katholisch, zwei evangelische Ausländer ausgenommen. Ein besonderer Erwerbszweig in Gansingen im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Nagelschmiede. (23)

1.3.2. Kleine Familienbauernbetriebe

Die ersten drei Senn-Generationen waren Kleinbauern im Dorf Gansingen und im Weiler Büren. Ab der 4. Generation: Leonz Senn (1728-1803) und Cäcilia Egg (1724-1797) bewirtschafteten die Senn-Vorfahren im Weiler Galten einen kleinen Familien-Bauernbetrieb. Die Bauernhäuser waren strohbedeckte Holzhäuser. «Die Küche hatte ursprünglich keinen Kamin, sondern nur einen Rauchfang aus Flechtwerk und Lehm. Im ganzen Haus traf man deshalb rauchgeschwärzte Balken an.» (24) Mehrere Generationen wohnten zusammen; auch die unverheirateten erwachsenen Kinder lebten in der Familie. Die Wohnverhältnisse müssen sehr eng gewesen sein. 1829 lebten im Weiler Galten 30 Haushaltungen unter 20 Firsten. (25)

Das Zusammenleben mehrerer Generationen war eine Notwendigkeit für das Überleben der einzelnen Mitglieder. In der 1. Generation: Fridolino Senn (ca.1625 – 1676) und Anna Kermin (ca, 1625 – 1677) war das jüngste Kind vier Jahre alt; in der 2. Generation: Johannes (1659 – 1694) und Verena Grenacherin (1660 – 1703) sogar nur ein Jahr alt, als der Vater und Ernährer starb. Auch die zwei Mütter starben bald darauf, so dass die jüngeren Kinder Vollwaisen wurden. In der Regel haben die ältesten Brüder für die jüngeren Geschwister gesorgt. (26) Durch die Realteilung (Aufteilung des Landes vorwiegend auf alle männlichen Erben) waren die Landwirtschaftsparzellen der einzelnen Bauernbetriebe sehr klein. 1888 waren im Bezirk Laufenburg 91,6% der Betriebe kleiner als 5 ha. Erst im 20. Jahrhundert kam es zu Güterzusammenlegungen. Das bäuerliche Erbrecht verhinderte fortan eine Betriebsteilung bei Höfen, die eine lebensfähige Grösse hatten. (27)

Neben Viehwirtschaft haben die Bauern Kartoffeln, Gerste, Haber, Weizen und Futterrüben (Turlips) angepflanzt. Daneben gab es Obstbäume und Reben. Aus dem Obst wurde u.a. saurer Most hergestellt, meistens für den Eigengebrauch. Die Felder wurden oft mit Ochsen gepflügt. Das Senn-Wappen von Galten-Gansingen weist mit seinem weissen Ochsenjoch daraufhin. Die meiste Arbeit wurde jedoch von Hand verrichtet. Die Kinder mussten mithelfen. Eine typische Kinderarbeit war „Vorfälli trage“. Die Kinder mussten, die beim Pflügen der oft steilen schmalen Äcker „heruntergeschwemmte Erde“ in Körben hinauftragen. (28). Das Düngen der Wiesen war recht mühselig. Die Jauche wurde im «Bükki» ausgetragen. «Das waren Holzfässer (Kufen) von 50 Liter Inhalt und rund 10 kg. Eigengewicht. Man lud sie sich auf den Rücken. Sie dienten auch beim Rebbau und wurden vom Dorfwagner verfertigt.» Die Jauche wurde zum Teil auch von den Frauen auf dem Kopf ausgebracht, im sogenannten «Schisszuber».(29)

Die Angehörigen der Senn Familie waren weitgehend Selbstversorger. Daneben lebten sie vom Handel mit Vieh und dem Verkauf des Überschusses an Kirschen, Butter, Getreide, Wein etc. der verkauft wurde. Auf die Märkte von Laufenburg, Frick, Brugg gingen sie zu Fuss. (30).

1.3.3. Schulunterricht in Gansingen schon vor dem 30-jährigen Krieg (1618-1648)

Die Kinder der Senn-Familie sind vermutlich schon seit dem 17. Jahrhundert zur Schule gegangen. „Das erste Totenregister der Pfarrei meldet 1654 den Tod eines Georgius Christen aus Laufenburg „ludimoderator“ (d.h. Schullehrer) in Gansingen. Es war damals die Zeit nach dem Dreissigjährigen Krieg…… „Wenn nach einer solchen Notzeit trotzdem in Gansingen Schule gehalten wurde, so liegt die Vermutung nahe, dass auch vor dem Kriege schon eine Bildungsstätte bestanden hat.“ (31) Im Fricktal bestand schon lange vor Heinrich Pestalozzi eine festgefügte Schulorganisation. Kaiserin Maria Theresia erliess für die österreichischen Länder, dazu gehörte auch Gansingen, 1774 eine „Allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt – und Trivialschulen“. In der Einleitung dieser Schulordnung steht: „Da uns nichts so sehr als das wahre Wohl der von Gott unserer Verwaltung anvertrauten Länder am Herzen liegt…, so haben wir wahrgenommen, dass die Erziehung der Jugend beiderlei Geschlechts als die wichtigste Grundlage der wahren Glückseligkeiten der Nationen (ist)…“(32) 1805 erliess der neue Kanton Aargau eine Schulordnung für die Primarschule. „Die Winterschule dauerte von Martini bis Mariä Verkündigung (11. Nov. -25. März), je drei Stunden vormittags und nachmittags. Während des Sommers wurde nur an den Vormittagen Schule gehalten, die grösseren Kinder hatten drei Stunden Schule, die kleineren zwei Stunden. Mit Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Arbeiten konnte die Schulpflicht auf zwei Tage in der Woche beschränkt werden. Wer die Sommerschule nicht besucht hatte, muss bis zum zurückgelegten 16. Jahr in die Repetierschule gehen und zwar am zweckmässigsten an Sonn- und Festtagen nach beendigtem Gottesdienst.“ (33)

Anna Senn, die Tochter von Heinrich Senn und Maria Obrist war 1805 elf Jahre alt. Sie war bei der unten beschriebenen Jahresprüfung in der Gansinger Schule sicher anwesend: «Man hatte die Schulstube mit Blumensträussen und Kränzen geschmückt. Der Pfarrer hatte der Schule eine Fahne geschenkt, die auf weissatlassenem Schilde zwei Inschriften trug. «Der Tugend» und «Dem Fleiss». Mit dieser Fahne erwartete man den Bezirksamtmann Friedrich, den Schulrat Pfarrer Alois Weizmann, Laufenburg, und Schulinspektor Pfarrer Gschwin, Kaisten. Als sich die drei würdigen Herren näherten, scholl ihnen eine fröhliche Musik entgegen, und die auf dem nahen Berge losgebrannten Böllerschüsse verkündeten den Anfang des Festes… Im Vorhof des Pfarrhauses warteten die Schulkinder, die Knaben militärisch «nach alter Schweizer Art bewaffnet» auf die Verteilung der Preise, welche unter einer blumenverzierten Laube ausgebreitet, der würdigen Empfänger harrten….Es waren auch einige silberne Denkmünzen darunter. Die drei eingeladenen Gäste unternahmen es, vor den Augen der Eltern und der Ortsvorgesetzten die Prämien auszuteilen.» (34) Lehrer war zu der Zeit Josef Oeschger, er wurde als sehr fähiger Lehrer bezeichnet. Im folgenden Jahr starb er als 33 Jähriger. (35) Vermutlich wurden die Kinder in Gansingen vor 1807 in gemieteten Stuben zusammengedrängt unterrichtet. 1807 erbaute man ein eigenes Schulhaus aus dem Betrag des Schul-und Armenfonds. Nach dem Brand von 1814 wurde es durch ein neues ersetzt. (36) Seit 1805 besass Gansingen die erste Arbeitsschule für Mädchen im Kanton Aargau. Die Mädchenschule war der Verdienst des Ortspfarrers N. Brentano, einem aufklärerischen Geist. Die Arbeitsschule stand allen Mädchen des Dorfes offen. Die erwähnte Anna Senn, geb. 02.08.1794, hat diese Arbeitsschule besucht. „Es war eine Oberlehrerin (zum Zuschneiden von Kleidungsstücken) und eine Unterlehrerin fürs Stricken und Flicken an derselben angestellt, welche 14 Stunden wöchentlich während des Winters schulpflichtige und der Schule entlassene Mädchen unterrichteten. Arme erhielten den Arbeitsstoff unentgeltlich. Fleissige wurden mit Geschenken bedacht.“ (37)

1.3.4. «Gastete» und andere Bräuche und Traditionen

Das Leben der Menschen verlief von der Geburt bis zur Bahre in vorgegebenen Bahnen. Die Kinder wurden zu Hause geboren und in der Regel am selben Tag zu Hause getauft. Im Zusammenhang mit den Geburten gab es eine alte Tradition: Das Neugeborene durfte sechs Wochen nicht vor die Haustüre getragen werden. Die Mutter musste nach einer bestimmten Zeit in die Kirche gehen, um sich „usesägne z’loh“. Die grosse Verwandtschaft entlastete die Wöchnerin. Eine Brotsuppe mit Kümmel gab der Mutter wieder Kraft. Diese bestand aus „Brotrinde, 2 Teilen Wasser, 1 Teil Wein, Zucker und Kümmel über einem zerrührten Eigelb angerichtet.“ Diese Suppe soll zur Stärkung auch dem Vieh verabreicht worden sein. (38)

Wenn jemand starb, wurde er zu Hause aufgebahrt. Während 3 Tagen konnten die Verwandten, Nachbarn und Dorfbewohner am offenen Sarg vom Verstorbenen Abschied nehmen. Es wurde Totenwache gehalten und für die Seelenruhe des Verstorbenen der Rosenkranz gebetet. Johann Nepomuk Brentano, der von 1803 bis 1821 in Gansingen Pfarrer war, versuchte, jedoch ohne Erfolg, die kantonalen Verordnungen durchzusetzen, die das Beten bei der Leiche im Sterbehaus untersagten. „Denn dies verursache Ansteckung und Unkosten für die Leidtragenden.“ (39)

Abwechslungen in den Alltag brachten die kirchlichen Feste, Prozessionen; die Fastnacht; der „Pfingstsprützlig“, ein Fruchtbarkeitsbrauch der Jugend an Pfingsten; die winterlichen Schlachttage die Hausmetzgeten oder „Gastete“. „Nirgendwo wie in Gansingen wurde dieses Fest zu einer wahren Schlemmerei und zu einem Anlass, bei dem viel Schabernack getrieben wurde. Die «Gastete» war früher das grösste Fest im Dorf. Die Speisenfolge war eindrücklich: Fleischsuppe, „Tudel“ (Saumagen mit Blut und fein gehacktem Gehirn gefüllt), Leberwurst, „Hündli“ (Dickdarm mit Leber gefüllt), dazu Rösti, Sauerkraut und dürre Birnenschnitze. Es folgte das „Chopffleisch“ (Siedfleisch). Dazu wurde Wein oder „Chriesiwii“ (eine Mischung aus Kirschensaft, Weinstein, Alkohol und Zucker) getrunken und viel Kaffee und Schnaps.“ (40)

1.3.5. Die Katholische Kirche

Die katholische Kirche hatte bis ins 20. Jahrhundert hinein eine grosse Bedeutung im Leben der Menschen in Gansingen. Nach der Messe traf sich die Jugend, d.h. vor allem die Knaben. Die Mädchen und Frauen mussten vermutliche nach Hause gehen, um das Mittagessen vorzubereiten. Die ältere männliche Bevölkerung diskutierte nach der Messe das Tagesgeschehen und wickelte Geschäfte ab.

Für die Jungen war es von der kath. Kirche aus verboten, in die protestantischen Nachbardörfer zum Tanzen zu gehen. Es ist zu vermuten, dass das Verbot nicht immer eingehalten wurde. Gemäss Auskunft geschichtskundiger Gansinger gab es oft Schlägereien und Rivalitäten mit den Jugendlichen der Nachbardörfer. (41)

Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts besass Gansingen eine reiche Prozessionstradition. Noch 1976 zogen zwischen 300 und 400 Gansinger an Auffahrt betend über die Fluren. (42) . Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Prozessionen so zahlreich gewesen, dass der streitbare, aufgeklärte Pfarrer Brentano das religiöse Brauchtum einschränken wollte; vor allem die Prozession nach Laufenburg war ihm ein Dorn im Auge. „Beim Bittgang nach Laufenburg soll es jeweils feuchtfröhlich zugegangen sein; nicht immer seien alle imstande gewesen, am gleichen Tag heimzukehren..“ Er habe sich durch seinen Amtseid nicht zur „Wunscherfüllung des Aberglaubens“ verpflichtet…Die Kirchen, nicht die Wirtshäuser müssen der fromme Aufenthalt bittender Christen sein.“ (43) Pfarrer Brentano weigerte sich deshalb während seiner Amtszeit 1803-1821 die Prozession nach Laufenburg durchzuführen.

Zwischen den Bürgern von Gansingen und der katholischen Kirche kam es öfters zu Streitigkeiten. Manchmal wurden Pfarrer abgesetzt. Von 24 Pfarrherren ab der Reformation starben nur 10 in Gansingen (Stand anfangs 19. Jhd.) „Alle andern zogen wegen Rohheit und Misshandlungen der Gansinger auf andere Pfründe, wenn sie auch das reichliche Einkommen von Gansingen nicht erreichten.“ (44)
1822 rebellierten die Gansinger gegen die katholische Kirche, aber auch gegen die Regierung und die geistliche Oberbehörde. Anlass war der aufklärerische und initiative Pfarrer Johann Nepomuk Brentano (1775 – 1839). Dieser war eine ausserordentlich aktive Persönlichkeit. Zu Beginn seiner Pfarrtätigkeit in Gansingen von 1803 bis 1822 war er sehr angesehen. Er beschaffte Geld und veranlasste den Bau eines Schulhauses (1807). Der Geistliche war rühriges Vereinsmitglied in der von Heinrich Zschokke gegründeten «Gesellschaft für vaterländische Kultur im Kanton Aargau». Er setzte sich für Taubstumme ein. Brentano regte Verbesserungen in der Landwirtschaft an, z.B. den Einsatz von Rheinschlamm als Düngkraft; er war ein Förderer des Flachsanbaus etc. Brentano ermöglichte allen Mädchen, auch den schulentlassenen, den Besuch der Arbeitsschule. Der rührige Pfarrherr war Initiator und Verwalter der Suppenanstalt in Gansingen. Das Defizit deckte er aus der eigenen Tasche. Brentano leitete ab 1810 ein Landschullehrer-Institut in Gansingen. «Bald kamen Gerüchte in Umlauf, dass Brentano in der Naturlehre Dinge darlege, die der katholischen Religion widersprächen. Er übte an manchen Äusserungen der Volksreligiosität Kritik und bekämpfte wirklichen aber auch nur vermeintlichen Aberglauben. Was ihm die Gansinger übelnahmen, dass er die Prozessionsbräuche einschränken wollte. Er kränkte viele Bürger und schalt sie von der Kanzel herab als Schelme. Beim Sittengericht wurden die Bürger wegen «geringen Sachen» bestraft. Seit einem unerfreulichen Vorkommnis anlässlich der Rekrutenstellung 1813 hatte sich Pfarrer Brentano noch zusätzlich viele Feinde geschaffen. Diesen unzufriedenen Bürgern war nun jeder Anlass willkommen, gegen den einst so beliebten Pfarrherrn vorgehen zu können. Als Pfarrer Brentano am Karfreitag 1821 die Predigt halten wollte, verliessen viele Männer und Frauen die Kirche. Sie verlangten beim Ammann eine Gemeindeversammlung und trugen dort ihre Klagen gegen den Pfarrer vor. Die geistlichen und auch die weltlichen Behörden setzten aber den Pfarrer wieder in seine kirchlichen Funktionen ein. Das war den Gansingern zu viel. Die meisten Bürger gingen nicht mehr zur Kirche und schickten ihre Kinder auch nicht mehr in die Christenlehre und in die Schule. Nun griff die weltliche Oberbehörde durch. Mehrere Unruhestifter wurden verhaftet und ins Gefängnis nach Laufenburg gebracht. Die Situation eskalierte. Am 26. März 1822 traf ein Landjägerkommando von neun Mann in Gansingen ein zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung. Am 17. März wurde eine Gemeindeversammlung abgehalten. Das Urteil der weltlichen und geistlichen Behörde wurde verlesen: Zwei Gemeinderäte wurden abgesetzt, einige Lästermäuler mit Gefängnisstrafen belegt und die Gemeinde zur Bezahlung der Unkosten von 493 Franken 77 1/2 Rappen verurteilt. Das Verhältnis zwischen Pfarrer und Volk war aber so zerrüttet, dass Brentano die Gemeinde verlassen musste. Erst nach seinem Abgang kehrte wieder Ruhe ein.(45) Die Senn-Vorfahren hatten zu diesem Zeitpunkt keine schulpflichtigen Kinder. Ob sie sich im Streit gegen Pfarrer Brentano auch exponiert haben, ist mir nicht bekannt.

1.4. Besondere Ereignisse

Kriege, Besatzungen und Katastrophen erschütterten das dörfliche Leben und stürzten die Menschen immer wieder in grosse Not.

1.4.1. Der Dreissigjährige Krieg 1618 – 1648 (1. Generation)

Im Kollektiven Gedächtnis von alten Menschen aus Gansingen ist noch heute «der Schwede» der Inbegriff des Bösen, wie wir in Gesprächen feststellen konnten. Der Dreissigjährige Krieg von 1618 bis 1648 begann zwar weit weg von Gansingen als Religionskrieg mit dem «Prager Fenstersturz». Der Krieg weitete sich im Verlaufe der Zeit zu einem Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa aus. (46) Die Konfliktpartner waren Habsburg-Österreich, das Deutsche Reich und Spanien auf der einen Seite gegen Frankreich, die protestantischen Reichsfürsten, die Niederlande und Schweden auf der andern Seite. Im Fricktal war der Dreissigjährige Krieg fast besser bekannt unter dem Namen «Schwedenkrieg». (47) «Lange schien der Krieg, der zwischen 1618 und 1648 halb Deutschland verheerte, das österreichische Fricktal zu verschonen. Doch dann traf es dieses umso heftiger…. Anfänglich spürten die Fricktaler den Krieg erst durch immer höhere Kriegssteuern. Brenzlig wurde es, als 1632 die Truppen des Schwedenkönigs Adolf II näher kamen. Im September erschien eine erste schwedische kleine Truppe vor Rheinfelden und forderte zweimal vergeblich die Übergabe der Stadt.» (48) Die abgewiesenen Schweden plünderten «ersatzweise» die Umgebung und drangen bis auf bernisches Gebiet vor. In Sagen wurden die traumatischen Erfahrungen der Menschen im Fricktal durch den Schwedenkrieg verarbeitet. Die Schweden haben Häuser abgebrannt und beschädigt. Oft sind die Bewohner in den Flammen umgekommen. Die Kirchen in den Dörfern wurden verbrannt oder wenigstens teilweise zerstört. Auch in Gansingen sollen die Schweden gewütet und nur noch vier Häuser und die Kirche stehen gelassen haben, alles andere war angezündet und auf den zahlreichen Streifzügen verwüstet worden. (49) Die Menschen haben die Felder nicht mehr angepflanzt; die Lebensmittelpreise stiegen. Es fehlten Ochsen, Wagen, Geschirr. Nach dem Abzug der Schweden plünderten auch Kaiserliche das Land. Die Bevölkerung litt an Hunger und Krankheiten. Zu allem Unglück war 1633 schon zum dritten Mal in jenem Jahrhundert die Pest ausgebrochen. Zusätzlich litt Europa damals unter der «kleinen Eiszeit», was die Ernten immer wieder bedrohte und verkleinerte. Nach einer Kriegspause kam es 1637 und 1638 zu neuen kriegerischen Auseinandersetzungen. Wieder wurde im Fricktal geplündert und zerstört. (50) Das Fricktal hatte in diesen Kriegsjahren Unsägliches zu leiden und erholte sich nur sehr langsam. Fridolino Senn geb. ca 1625 und seine spätere Frau Anna Kermin, geb. ca. 1625 haben als Kinder und Jugendliche unter den Folgen dieses grausamen «Schwedenkrieges» gelitten.

1.4.2. Unruhen und Aufstand 1813 (5. u. 6. Generation)

1813 kam es in Gansingen zu Unruhen und einem Aufstand im Zusammenhang mit der Rekrutierung von jungen Burschen für die Eroberungs-Armee von Napoleon. Die Gemeinde hätte gemäss einem den Schweizern von Napoleon aufgezwungenen Vertrag Rekruten anwerben sollen. Die Jungen von Gansingen waren nicht bereit, für Napoleon in den Krieg zu ziehen. Schliesslich sollte das Los entscheiden. «Die möglichen Rekruten versammelten sich im Wirtshaus und beschlossen, nie und nimmer, sich durch das Los bestimmen zu lassen. Die Behördenvertreter mussten unverrichteter Dinge abziehen… Die hohe Regierung war entrüstet und kommandierte ein Detachement Landjäger mit dem Schellenwagen (Handschellen und Fussschellen) nach Gansingen ab, um die Rädelsführer einzufangen und abzuführen. Das Haus des einen «Rebellen» wurde umstellt.» Die Bewohner wachten auf, riefen um Hilfe, so dass die Nachbarschaft aus dem Schlaf geweckt wurde und sofort zu Hilfe eilte. Das «Geschrei» wurde immer lauter, Eilboten wurden nach Büren und Galten geschickt und in rund einer halben Stunde waren alle jungen Männer und ein Grossteil besonnerer Männer beim Haus des zu verhaftenden Jünglings eingetroffen. Selbst das weibliche Geschlecht bot seine Hilfe an. Die Landjäger mussten angesichts der Übermacht von ihrem Vorhaben absehen.» (51) Die Männer bildeten eine Art Bürgerwehr. Die Landjäger zogen unverrichteter Dinge ab. Daraufhin beschloss die Aargauer Regierung, ohne eine weitere Untersuchung anzuordnen, die Gemeinde Gansingen mit einem Truppenkommando zu besetzen. «Unter dem Kommando von Oberst Schmiel wurden zwei Kompagnien Infanterie und einige Husaren, rund 300 Mann nach Gansingen geschickt. Am 10. November 1813 rückten diese Truppen von Aarau kommend über die Staffelegg, Hornussen, Obersulz gegen Gansingen vor… Sie kamen unter Trommelschlag nach Galten, dem Weiler, wo Heinrich Senn (02.01.1766 – 17.05.1835) und Maria geb. Obrist (24.03.-03.01.1844) wohnten und zogen weiter nach Gansingen. Josef (geb. 05.01. 1801), der Sohn von Heinrich und Maria war zum Glück noch nicht im Auszugspflichtigen Alter. Die Truppen besetzten die Gemeinde. Das Hauptquartier wurde ins Pfarrhaus verlegt…Die Soldaten wurden in gute Unterkünfte gewiesen. …»Was die Offiziere und Soldaten unter guten Unterkünften verstanden, sollte sich bald zeigen: Da und dort wurde Vieh «gemetzget». Leute wurden aus den Häusern getrieben, wenn man mit den Fleischspeisen und dem Wein nicht zufrieden war. Der Wein, der nicht gefiel, wurde ausgeschüttet. Gebackenes und Mehlspeisen mussten aufgetragen werden. In der Gemeinde aber herrschte völlige Stille… Angst war überall verbreitet.» …Die vier Haupträdelsführer wurden nach Aarau in die Gefangenschaft gebracht, dort als Rekruten in napoleonischen Diensten bestimmt und in ein Rekrutenlager nach Besançon verlegt. Der eine konnte schon auf dem Weg nach Besançon fliehen, einer wurde wegen zu kleiner Statur ausgemustert und wieder nach Aarau in die Gefangenschaft gebracht, wo er bald ausbrach. Die zwei Letzten wurden als Soldaten ausgehoben und in napoleonische Dienste gestellt. Als die Alliierten Besançon belagerten, konnten die beiden fliehen und erreichten einige Monate später ihre Heimat. (52) Unter den angezeigten ungehorsamen Bürgern ist ein Seraphin Senn aufgeführt. Ob er und der ungeliebte Gemeindeammann Ignaz Senn mit meinen Vorfahren verwandt war, und wenn ja in welchem Verhältnis konnte ich nicht herausfinden. Nach der Truppenbesetzung warfen an einer Gemeindeversammlung Redner dem Ammann Senn Unvermögen, Falschheit und Streitsucht vor. Die Gemeinde setzte ihn bald ab. Die Untersuchungen wurden in der Folge eingestellt, die Verhöre aufgehoben und die Gemeinde ersucht, die Kosten zu übernehmen. Nach anfänglichem Widerstand zahlte Gansingen schliesslich 1145 Louisdor (1 Louisdor = 15 Livres = 162/3 Gulden). Weitere Kosten im Betrage von rund 1500 Louisdor übernahm der Kanton. (53)

1.4.3. Naturkatastrophen anfangs 19. Jahrhundert (5. u. 6. Generation)

Die Brandkatastrophe in Gansigen von 1814 hatte grosse Not verursacht. Zwar ging der Wiederaufbau der Häuser zügig von statten, die Folgen des Brandes waren aber verheerend. «Die Gemeinde hatte grossen Schaden erlitten, aber ganz schlimm erging es den Brandgeschädigten. Weil das Versicherungsgeld nur für das Allernotwendigste reichte, mussten drückende Schulden gemacht werden, von denen man wusste, dass selbst Kinder und Kindeskinder sie nie abtragen konnten.» (54) Mehrere Katastrophen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstärkten noch das schreckliche Elend in der Bevölkerung von Gansingen. Schon 1805 und 1809 gab es Kälteeinbrüche und heftige Unwetter, die zu starken Ernteausfällen führten. Und jetzt kam die nächste Naturkatastrophe: 1815 war der indonesische Vulkan Tambora ausgebrochen. Es war die grösste Eruption seit 20 000 Jahren. «Das ausgeworfene Material bewirkte globale Klimaveränderungen, die dem Jahr 1816 die Bezeichnung «Jahr ohne Sommer» einbrachten. In Teilen der nördlichen Hemisphäre kam es durch Missernten und eine erhöhte Sterblichkeit unter Nutztieren zur schlimmsten Hungersnot des 19. Jahrhunderts.»(55) Auch für Gansingen waren die Jahre 1816 und 1817 zwei schlimme Notjahre.» Im Jahr 1816 verging bis in den Sommer hinein kein Monat ohne Schneefall; Schnee fiel sogar auf abgeschnittenes Emd; vom Januar bis Ende Juni zählte man 113 Tage mit Niederschlägen, wovon im Juni allein 25. „Die Getreidefelder waren Ende September noch so grün wie im Juni. An keinem Baum war Obst zu finden, die Weinreben blühten spärlich im August, die Trauben erfroren vor Michaeli, die Kornernte begann Ende August, im Oktober wurden die Bohnen auf der Brache geschnitten, vieles begrub unreif der Schnee, der Hafer wurde im Christmonat und im Jänner noch unter dem Schnee hervorgesucht. Die Kartoffeln waren verfault, das Futter vergraut.“ (56) 1817 war nicht viel besser. Die Menschen hatten kaum mehr zu essen, sie litten oft Hunger. Der Staat sprang so viel er konnte ein, er unterstützte in den Hungergebieten die Schaffung von «Sparsuppenanstalten». Die Suppe wurde aus den Beiträgen der kantonalen Armenkommission, der Armen- und Kirchengüter und aus den Zuschüssen der Gemeinde bezahlt. Auch in Gansingen schuf man eine Suppenanstalt. Ich nehme an, dass die von 1814 Brandgeschädigten Menschen unter besonders grosser Not litten. Ob die Senn-Vorfahren auch Notleidende waren und auf die Suppe angewiesen waren, ist mir nicht bekannt. Gansingen verbrauchte für die Sparsuppen „61/2 q Hafermehl, 21/2 q Gerste, 11/2 q Kartoffeln, 4 q Reis, 101/2 q Ackerbohnen, 1 q Butter (1 q = 50 kg).“ (57)

Als nach dem Brand und den vielen Missjahren bei den Menschen in Gansingen wieder etwas Hoffnung auf bessere Zeiten keimte, hat ein verheerendes Unwetter 1819 die Bevölkerung in Gansingen noch tiefer in die Verarmung getrieben. Am 30. Juli 1819 zog ein furchtbares Gewitter über einen Grossteil des Aargaus. Regenfluten ergossen sich über das Tal von Gansingen. «Der Dorfbach, im Sommer fast wasserlos, schwoll an. Er stieg…Der Strom rauschte zwischen den Wohnungen herab. Felder, Reben, Wiesen wurden an vielen Orten bis auf das blosse Gestein hinweggewaschen. Brücke, Stege, Dämme, Mühlenleitungen, Obstbäume, Reben alles riss der Schwall des Wassers mit sich fort, der in Küchen und Keller der Häuser zugleich eindrang. Hagel von nie gesehener Grösse, wie Hasel- und Baumnüsse, oft bis zur Faustdicke gross, zerfetzte Blätter und Obst, Rinden und Äste der Bäume, zerschlug, Haber, Eichkorn, Ackerbohnen, Hanf, Gemüse, jedes Gras…» (58)

1.4.4. Brand des Weilers Galten 1829 (6. Generation)

Für Josef Senn, geb. 05.01.1801 und seine Frau Theresia Obrist, geboren 26.03.1793 kam es noch schlimmer. Am 15. Juli 1829 brannte der Weiler Galten nieder: „Über dieses Dörfchen (Galten), am rauhen Nordabhang des Jura gelegen, kaum mit drei Brünnlein bewässert, flogen plötzlich aus unbekanntem Anlasse die zündenden Funken über die Strohdächer. Unter denselben zischte das Feuer von Balken zu Balken so schnell, dass aus 20 Firsten, 30 Haushaltungen, in 207 Personen bestehend, nur in eiligster Flucht ein Leben des Hungers, der Nacktheit retteten. Für die anwesenden Wasserspritzen flossen die Quellen zu langsam; die auf dem Platze sich schnell einfindende Bezirks-Obrigkeit konnte mit der zahlreich versammelten Menge ohne mögliche Hilfeleistung nur mitjammern, nur mit Rath und Trost die Unglücklichen laben. Binnen zwei Stunden hatte des Feuers Wuth Heimat und Wohlstand so vieler Bedauernswürdiger verzehrt.“ Im Anschluss an diesen Bericht folgte ein Aufruf des früheren Pfarrers, Johann Nepomuk Brentano und des Gemeindeammanns, Kaspar Obrist für Spenden. Viele Menschen aus dem Aargau, aus anderen Kantonen und selbst aus dem Schwarzwald haben mit Geld- und Naturalspenden geholfen. (59)

Zum Zeitpunkt des Brandes hatten Josef und Theresia keine Kinder. Die ersten drei waren gleich nach der Geburt 1826 und 1828 (Zwillinge) gestorben. Da mehrere Generationen in einem Bauernhaus zusammenlebten, waren durch den Brand auch Josefs Eltern Heinrich (2.1.1766-17.5.1835) und Maria geborene Obrist (24.3.1758-3.1.1844) obdachlos geworden. Ihr Haus war wie die übrigen Häuser aus Holz und mit Stroh bedeckt. Der Wohnteil, das Ökonomiegebäude und der Stall waren unter einem (Walm-) Dach. (60)

Die Familie Josef und Theresia Senn hat sich dann im Schlatt eine neue Existenz aufgebaut. Das Haus im Schlatt war ein gemauertes Haus. Nach den Bränden wurden die Häuser mit Ziegeln bedeckt. Ich gehe davon aus, dass die Familie Schulden machen musste, um ein neues Bauernhaus bauen zu können. Es war damals üblich, dass Brandgeschädigte mit ihrem Vieh bei Nachbarn unterkamen, bis das neue Haus fertig war. Josef und Theresia bekamen in den folgenden Jahren noch vier Kinder.
Auch die folgenden Senn- Generationen lebten auf dem Bauernhof im Schlatt.

Quellenangaben:

1 Gansinger Chronik 2004, «Gansinger Geschlechter»
2 Dorfgeschlechter von Gansingen «Senn», Boutellier Edi
3 «Gansingen», Wikipedia, Stand 04.06.2018
4 (s. 1) 1982, «Vereine»
5 Hugger Paul, 1977 «Fricktaler Voilksleben», S. 210
6 «Gansingen», Wikipedia 11.04.2015
7 «Gansingen», Wikipedia, 04.06.2018 / Stöhr René, 1989 «Gansingen», Beiträge zur Geschichte, S.7
8 «Gansingen» Geschichte, Wikipedia
9 «Gansingen», Geschichte, Wikipedia, 04.06.2018
10 Boutellier Edi, Senn Thomas, mdl. Info.
11 «Gansingen», Geschichte, Wikipedia, 04.06.2018
12 «Gansingen», Geschichte, Wikipedia, 04..06.2018
13 «Gansingen» Geschichte, Wikipedia, 04.06.2018
14 «Senn» Dorfgeschlechter von Gansingen
15 Boutellier Edi, «Senn von Galten-Gansingen»
16 (s. 1) 1992, «Aus der Postgeschichte»
17 Stöhr René, 1990 «Beiträge zur Geschichte von Gansingen», S. 12
18 (s. 17), S.38/39
19 (s. 5) S. 212
20 Boutellier Edi «Pfarrer in Gansingen»
21 (s. 1) 1993 «Restaurant Landhus»
22 Boutellier Edi, Senn Thomas: mdl. Info.
23 (s. 5) S. 213
24 (s. 5) S. 217
25 (s. 17) S. 42/43
26 Boutellier Edi, Senn Thomas: mdl. Info.
27 (s. 5) S. 258/259
28 (s. 5) S. 220
29 (s. 5) S. 221
30 Boutellier Edi. Senn Thomas mdl. Info
31 Unser neues Schulhaus, Gansingen 1944, Festschrift, S. 5 u. ff.
32 (s. 31) S. 6
33 (s. 17) S. 17
34 (s. 17) S. 20
35 (s. 17) S. 20
36 (s. 31) S. 7
37 (s. 31) S.7
38 (s. 1) 2001, «Vom Haushalten, Essen und Kinderkriegen»
39 (s. 5) S. 242
40 (s. 5) S. 268/269
41 Boutellier, Senn mdl. Info.
42 (s. 5) S.242/243
43 (s. 5) S. 235
44 (s. 1) 1986, «Vergangenes»
45 (s. 17) S. 29 – 31
3535
46 «Dreissigjähriger Krieg 1618 – 1648», Wikipedia:
47 «Dreissigjähriger Krieg», Historisches Lexikon
48 Küng Matthias «Dreissigjähriger Krieg», Aargauer Zeitung vom 28.10.2018, «
49 (s. 17) S. 12
50 Jegge Emil 1943, «Geschichte des Fricktals» S. 145 u.ff. /Aargauer Zeitung 28.10.2018 «Dreissigjähriger
Krieg»
51 (s. 17) S. 32 u. ff
52 (s. 17) S. 36
53 (s. 17) S. 37
54 (s. 17) S. 40/41
55 Tagesanzeiger vom 09.04.2015, «Als die Schweizer Gras assen»
56 (s. 17) S. 44
57 (s. 17) S. 23/24
58 (s. 17) S. 45
59 (s. 17) S. 4
60 (s. 17) S. 60 Kern Ignaz in «Fricktaler Volksleben» von Hugger Paul, S. 214 u. ff.