8. Schlumpf von Mönchaltorf ZH, ab 1715 Störhandwerker, Landschullehrer

Die Vorfahren meiner Mutter mütterlicherseits hiessen Schlumpf. Der Heimatort der Familie Schlumpf ist Mönchaltorf im Kanton Zürich. In meiner Familie wurde wenig über die Schlumpf-Sippe gesprochen; ich wusste nicht einmal, wie viele Geschwister meine Grossmutter hatte.

Der Name Schlumpf bedeutet ein „Maul“ voll (ein Quantum Essen im Mund). „Schlumpfen“ heisst: geräuschvoll essen. (1) Die meisten „Schlumpfs“ in der Schweiz stammen aus Mönchaltorf. Der frühere Bundesrat Leon Schlumpf war auch in Mönchaltorf heimatberechtigt.

8.1. Herkunft

8.1.1. Das Dorf

Die Gemeinde Mönchaltorf (frühere Bezeichnung: Mönch-Altorf) 442 m ü.M. liegt eingebettet zwischen dem Bezirkshauptort Uster und den Nachbarorten Gossau, Esslingen, Egg und dem Greifensee am Fusse des Pfannenstiels in einem ehemaligen Sumpfgebiet. Durch das Dorf fliessen zwei Bäche, die sich im Zentrum vereinigen. Die Naturstation Silberweide in Mönchaltorf liegt am oberen Greifensee und ist Teil des Naturschutzgebietes Greifensee. (2)
2019 hatte die Gemeinde 3766 Einwohner, wovon 84,39% Schweizer Bürger sind und 15,61% Ausländer. (3)

Das Wappen von Mönchaltorf zeigt auf weissem Grund einen schwarzgekleideten Benediktinermönch, der ein goldenes Buch in der rechten Hand trägt. (4)

8.1.2. Geschichte

Der Ort ist im Jahre 741 erstmals urkundlich als alemannische Herrschaftshof-Siedlung „Villa Altorf“ nachgewiesen. „Diese „Villa Altorf“ war ein geschlossener Herrschaftshof mit Herrenhaus, einer grösseren Zahl von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und einer Dorfsiedlung der Eigenleute – im weiten Kreis umgeben von der Landwirtschaft unterworfenen Domäne.“ (5) Als der Hof 744 vom Kloster St. Gallen übernommen wurde, erhielt er den Namen „Altorf monarchorum“ (Mönch Altorf). Das Wappen des Ortes nimmt Bezug auf die Zeit der Herrschaft durch das Kloster St. Gallen. Die Besitzer des Ortes Mönch – Altorf wechselte in den nächsten Jahrhunderten mehrmals. 1408 wurde die Siedlung an die Stadt Zürich verpfändet. In der Folge übte die Stadt bis 1798 die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit aus und hatte das Kirchenpatronat inne. Die vorromanische Kirche wurde um 1100 durch einen romanischen Neubau ersetzt, dieser 1520-22 durch eine spätgotische Kirche abgelöst. 1709 entstand eine eigenständige Kirchgemeinde. Die durch ausgedehnte Feuchtgebiete (Riedgraswirtschaft) und Güterzersplitterungen (Erbteilungen) beeinträchtigte landwirtschaftliche Ertragslage führte im 18. Und 19. Jahrhundert zur Heimindustrie. 1860 waren 245 Seidenweber und–weberinnen tätig. Drei örtliche Ferggereien vermittelten zwischen den Heimarbeitern und den Seidenfabrikanten in Zürich, Horgen und Wädenswil. Daneben entstanden eine Rosshaar-Fabrik, eine Baumwollspinnerei (gegründet 1834), eine Baumwolltücherfabrik (gegründet 1839) und eine Zündholzfabrik. (6)

8.2. Lebensdaten der Schlumpf – Angehörigen

Eine Zusammenstellung der Schlumpf – Angehörigen befindet im Kp. 21.4. Im Zürcher Staatsarchiv habe ich versucht, aus den Kirchenbüchern und den Bürgerregistern die Schlumpf – Vorfahren herauszufinden. Die Suche wurde erschwert, weil die Vorfahren oft denselben Vornamen hatten und die Frauen zudem noch geborene Schlumpf waren. Einzelne Vorfahren waren je nach Dokument unter verschiedenen Vornamen vermerkt, z.B. ein Bernhard hiess auch mal Leonhard. Auch die Schreibweise der Geschlechtsnamen variierte: Katharina Fehr wurde z.B. als Katharina Feer registriert.

8.2.1. Älteste Vorfahren – Anzahl Generationen – Vornamen – Heiratsalter – Anzahl Kinder – Wiederverheiratung – Alter der Vorfahren

Anhand der Kirchenbücher konnte ich bis zu den Eltern meiner Grossmutter 6 Generationen Schlumpf herausfinden. Die frühesten bekannten Vorfahren waren Heinrich Schlumpf (geb. 1715) und Elsbeth geb. Schlumpf. Sie haben am 8. Sept. 1737 geheiratet.

Oft hatten die Vorfahren den gleichen Vornamen: Es gab 3 Heinrich und 1 Hans Heinrich. Weitere männliche Vornamen waren Bernhard und Felix. Die Frauen hiessen: Elsbeth, 3 x Anna Barbara, Katharina, Anna Elisabetha, Anna und Luise. Weil zwei Männer ein zweites Mal geheiratet hatten, gab es in den 6 Generationen 8 Frauen.

Bei den Schlumpf-Frauen konnte ich in 3 Fällen die genauen Lebensdaten nicht herausfinden. In der Regel waren die Schlumpf- Vorfahren bei der Heirat zwischen 20 und 30 Jahre alt. Weil ihre Ehefrauen vorzeitig (mit 48 Jahren) bzw. jung (mit 33 Jahren) verstarben und kleine bzw. noch unmündige Kinder zurückblieben, haben Felix Schlumpf (1802 – 1880) und Hans Heinrich Schlumpf (1831 – 1905) ein zweites Mal geheiratet. Felix Schlumpf heiratete mit 51 Jahren eine ältere 52 jährige Witwe, Anna Barbara Gubler. Hans Heinrich Schlumpf nahm in 2. Ehe mit 37 Jahren die 11 Jahre jüngere Anna Meier von Neftenbach zur Frau. Dieser Ehe entsprossen noch einmal 5 Kinder, wovon 2 früh starben. Im Ganzen hatte er 10 Kinder; mindestens 4 davon haben das Kleinkinderalter nicht überlebt. Für einen Schuster, der nicht ein hohes Einkommen erwirtschaften konnte, war es schwierig so viele Kinder zu ernähren. Die übrigen Schlumpf-Familien hatten zwischen 4 und 8 Kinder. Es sind viele Kinder im Säuglings- oder Kleinkinderalter verstorben. Auch meine Urgrosseltern Heinrich Schlumpf ((1871 – 1929) und Luise Roschi (1871 -1929) haben von ihren 8 Kindern 3 im Säuglings- und Kleinkinderalter durch Tod verloren.

Die Vorfahren wurden zwischen 42 und 78 Jahren alt. Die Urgrosseltern starben beide schon mit 58 Jahren. Auch ihre direkten Nachkommen sind jung gestorben.

8.2.2. Berufe und Wohnorte

Die Vorfahren waren nicht in der Landwirtschaft tätig. Bei einem ist der Beruf nicht bekannt, daneben waren es: 2 Metzger, 1 Lehrer, 1 Schuster und 1 Mitarbeiter bei der Securitas. Ich gehe davon aus, dass die zwei Metzger bei den Bauern auf die Stör gingen und dort die Tiere geschlachtet und das Fleisch verarbeitet haben. Ob Hans Heinrich Schlumpf, der Schuster in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein kleines „Budeli“ hatte, wo er Schuhe reparierte und nach Mass neue anfertigte, oder ob er sein Handwerk im Haus des Kunden ausübte (auf die Stör ging) entzieht sich meinen Kenntnissen.

Bis 1832 lebten die „Schlumpfs“ in Mönchaltorf. Felix Schlumpf (4. Generation) zog 1832 nach Dürnten, wo er in Tann (Dürnten) Lehrer war. 1859 liess sich sein Sohn Heinrich Schlumpf-Elliker (5. Generation) mit seiner Familie in Pfungen ZH nieder. Der Nachkomme Heinrich Schlumpf und seine Frau Luise Roschi mit Kindern (6. Generation) zogen zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Pfungen zuerst nach Bern und später nach Thun.

8.3. Das Leben des Landschullehrers Felix Schlumpf (1802–1880)

Das Leben der Schlumpf – Vorfahren möchte ich am Beispiel von Felix Schlumpf, der Lehrer auf dem Land war, schildern.

8.3.1. Kindheit und Jugend in politisch unruhiger Zeit

Felix Schlumpf wurde als jüngstes von 4 Kindern, einer Schwester und zwei Brüdern am 1. August 1802 in Mönchaltorf geboren. Seine Eltern waren Bernhard (Leonhard) Schlumpf und Katharina Fehr von Sulzbach, Uster. Der Vater war von Beruf Metzger. Er starb am 17. Nov. 1811 mit 42 Jahren an einem „faulen Nervenfieber“. Damals war Felix 9 Jahre alt. Auch die älteren Geschwister waren zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig. Sicher war der frühe Tod des Vaters für die Mutter eine schwere Belastung. Hat sie sich und ihre Familie mit Spinnen oder Weben über Wasser gehalten, wie das in dieser Gegend häufig der Fall war? Haben die älteren Geschwister mitverdient; oder wurde die Familie durch die Gemeinde unterstützt?

Es war politisch eine turbulente Zeit. Die 2 älteren Geschwister von Felix, Elisabeth, geb. 24. Sept. 1793 und Kaspar, geb. Juli 1795 wurden noch zur Zeit der alten Eidgenossenschaft geboren.

Die Kluft zwischen der Obrigkeit in den Städten, vor allem in Bern und Zürich und der Landbevölkerung war gross. Im Volk «gärte» es. Die Ideen der französischen Revolution stiessen bei der Landbevölkerung auf offene Ohren. 1794/95 fand der „Stäfner Handel“ statt. Es war ein Aufstand von Bewohnern der Landschaft in Stäfa und andern Seegemeinden für mehr Rechte. Gefordert wurde in einem Memorial eine neue Verfassung für Stadt und Land, Handels-und Gewerbefreiheit, Studier- und Bildungsfreiheit für die Landbewohner. Beklagt wurde die Zurücksetzung der Landleute im Militärwesen, zu hohe Abgaben; die Missachtung der alten Rechte und Freiheiten der Landschaft (Waldmannsche Spruchbriefe 1489; Kappelerbrief 1532). Die Zürcher Obrigkeit unterdrückte die Bewegung mit brutaler Gewalt: Das Memorial wurde verbrannt. Stäfa und die Seegemeinden wurden zwei Monate lang militärisch besetzt. Eine Verhaftungswelle gegen die politischen Anführer der Seegemeinden rollte los, die Verhöre geschahen unter Folter. Die Anführer der Bewegung „mehr Freiheiten für die Landschaft“ erhielten lebenslange Haftstrafen oder wurden des Landes verwiesen. Geld-, Pranger-und Ehrenstrafen wurden verhängt. Stäfa verlor die Selbstverwaltungsrechte; die Musik- und Lesegesellschaft der ländlichen Elite wurde verboten; die Kosten für das militärische Aufgebot musste von der Gemeinde übernommen werden. Kurzzeitig hatte die Stadt die ländliche Konkurrenz ausgeschaltet. Aber die harte Unterdrückung der Bewegung bewirkte, dass die Zürcher Landschaft Anfang 1798 die Truppenaufgebote zur Abwehr des Franzoseneinfalls weitgehend ignorierte. (7) 1798 ging die alte Eidgenossenschaft unter. Nach dem Fall Berns brach der bewaffnete Widerstand gegen die französischen Truppen zusammen. Die Schweiz musste sich französischen Befehlen fügen. Eine helvetische Einheitsverfassung (vollständige Zentralisation) wurde eingeführt. Für die Bevölkerung gab es positive Aspekte, z.B. die Gewährung persönlicher Freiheitsrechte, die Einführung des schweizerischen Strafgesetzbuch, aber auch negative, z.B. der Verlust der Gemeindeautonomie. Im Rahmen des zweiten Koalitionskrieges wurde die Schweiz, u.a. in zwei Schlachten bei Zürich, 1799 Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen französischen und österreichisch-russischen Truppen. Die Kriegsereignisse, Missernte und Teuerung hatten für die Bevölkerung besonders in den Gebirgstälern namenloses Elend zur Folge. In der Schweiz entbrannte zwischen den Unitariern (Anhänger des Einheitsstaates) und den Föderalisten (Anhänger des Staatenbundes) ein heftiger Parteikampf. Unter Bonapartes Vermittlung wurde 1803 die Mediationsverfassung eingeführt, die der föderalistischen Tradition der früheren Eidgenossenschaft Rechnung trug. Die Schweiz wurde ein Staatenbund mit schwacher Zentralgewalt. Als Errungenschaften der Revolution blieben jedoch die Abschaffung der Untertanenverhältnisse und die Gewährleistung einzelner persönlicher Rechte. (8)

Die zwei jüngeren Schlumpf Buben, Heinrich, geboren im Nov. 1798 und Felix geboren am 1. August 1802 kamen in einer Zeit auf die Welt, wo in der Schweiz aber auch in Europa grosse Umwälzungen stattfanden. Wie wirkte sich dies auf ihr Leben in Mönchaltorf aus? Die Teuerung während den kriegerischen Auseinandersetzungen bekamen sie sicher zu spüren. Dies und der Bevölkerungsdruck verstärkten die Armut der einfachen Bevölkerung. Das Dorf hatte im Jahr 1771: 695 Einwohner und 1850: 1148 Einwohner. (9) Ich gehe davon aus, dass die Einwohnerzahl bei der Geburt von Felix zwar schon gestiegen war, aber noch unter 1000 Einwohnern im Dorf lebten. Das grosse Bevölkerungswachstum kam erst im Verlaufe der Industriealisierung, die zwischen 1830 und 1850 erfolgte. Mönchaltorf war um 1800 noch ein Bauern-und Heimarbeiterdorf. (10)

In der Jugendzeit von Felix zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Mönchaltorf noch sehr ländlich. Die Strassen waren ungepflastert und die Häuser im Oberdorf zum grossen Teil zusammengebaut. Brandmauern existierten nur teilweise. Im „Brandbericht von 1932“ ist auch von einem „Flarzhaus“ die Rede. 1932 verbrannten nämlich im Oberdorf mehrere alte zusammengebaute Häuser und Scheunen von armen Leuten. (11) Diese Häuser dürften aus dem 18. oder dem 19. Jahrhundert gestammt haben. Die Bezeichnung „Flarz“ ist hauptsächlich im Zürcher Oberland gebräuchlich. Der Begriff leitet sich von dem mundartlichen Wort „ducken“ ab. Es sind aneinandergebaute Häuser von Heimarbeitern und Kleinbauern. Das Baumaterial bestand aus Stein und oder Holz (Bohlenständerhäuser). Im Hausinnern könnte es zu Felix Schlumpfs Zeit wie folgt ausgesehen haben: «Eine Küche mit einem Steinplattenherd, eine Schlafkammer, eine Kinderkammer und ein Geissenstall im Hausinnern». (12)

8.3.2. Katechismus-Schule in Mönchaltorf

Felix besuchte ab ca. 1808 die Schule in Mönchaltorf. In der Schule hatte sich nach dem Umsturz der Alten Ordnung auf dem Land nicht viel verändert. Nach wie vor mussten die Kinder vor allem den Katechismus auswendig lernen. Während der Helvetik 1798/99 hatte der Minister der Künste und Wissenschaften, Philipp A. Stapfer einen Entwurf zu einem helvetischen Schulgesetz geschaffen. Die Schulreform, die eine von der Kirche unabhängige Volksschule forderte, scheiterte an der Geldnot und den kriegerischen Wirren der Helvetik. Die religiös ausgerichtete (Katechismus-) Schule blieb bis zur liberalen Umgestaltung in den Kantonen 1830/31 bestehen. Zur Schulsituation in
Mönchaltorf aus dem 17. und 18. Jahrhundert gibt eine Quelle Auskunft: «Ein „Schull Rodel der Filialkirchen Münch-Altorff“ belegt schon 1653, dass bereits 85 Mönchaltorfer Kinder die Schule besuchten. «Auf eine Erhebung durch die Obrigkeit 1794 gibt Schulmeister Jakob Schlumpf (vermutlich ein Onkel von Felix) Antwort über die Schulverhältnisse in Mönchaltorf Ende 18. Jahrhundert. Der Schulmeister Jakob Schlumpf war gezwungen in der Stube seines eigenen Hauses Schule zu halten, das er in eigenen Kosten unterhielt. Sein Einkommen setzte sich aus vielen kleinen „Stücken“ zusammen. Die Zahl der alltäglichen Schüler im Winter betrug 80, im Sommer 60, der Repetierschule 120. Sein Verdienst war abhängig von der Anzahl Schüler, die er unterrichtete. Noch etwas zusätzliches Einkommen erhielt er als Vorsänger und als Sigrist.(13) Die Verhältnisse könnten zu Felix Schlumpfs Schulzeit ähnlich gewesen sein. Damals kam in der Volksschule der Sittenerziehung eine zentrale Bedeutung zu. Sie sollte ein gottgefälliges und ehrliches Leben ermöglichen. Dem entsprechend standen religiöse Texte im Vordergrund. „Die Winterschule“ war in drei Leistungsklassen (Leistungsniveaus) unterteilt. Im ersten Niveau erlernte man die Buchstaben, im zweiten das Buchstabieren und Syllabieren und im dritten endlich das Lesen. Daneben wurde auswendig gelernt – vor allem der Katechismus, Psalmen und Gebete. Es wurden Psalmen geübt, die dann im Gottesdienst mit der Gemeinde gesungen wurden. Zum Schreibunterricht zugelassen wurden in der Regel nur Kinder, die bereits des Lesens mächtig waren und einiges auswendig aufsagen konnten. Dies oft auch nur, wenn die Eltern das Geld für Papier, Feder und Tinte aufbringen konnten. Rechnen wurde an manchen Orten auf Anfrage, an wenigen für alle und an vielen gar nicht unterrichtet.“ (14) Felix besuchte den Schulunterricht im Haus seines Lehrers. Es ist denkbar, dass er in der Repetierschule in das 1819 neu erbaute erste Schulhaus ging. Er wurde erst an Ostern 1821 mit 19 Jahren, wie seine Geschwister, konfirmiert.

8.3.3. Heirat und Familiengründung

Felix heiratete am 17. Jan. 1826 Anna Elisabeth Muggli ((28. Okt. 1804 – 15. Feb. 1853) von Mönchaltorf und gründete mit ihr eine Familie. Zusammen hatten sie 7 Kinder, 6 davon überlebten. Es waren 4 Mädchen: Elisabeth, geb. 3. Juni 1826; Anna geb. 10. August 1828; Maria geb. 1838, gestorben im Babyalter und noch einmal eine Maria geb. 26. August 1841. Die 3 Knaben kamen in der Geschwisterfolge an 3. 4. Und 5. Stelle. Es waren: Hans Heinrich, geb. 17. Sept. 1831 (später Schuster); Hans Jakob, geb. 31. Juli 1833 (später Lehrer )und Johann Jakob, geb. 5. Sept. 1834 (später Schreiner). Am 15. Feb. 1853 verstarb Anna Elisabetha geborene Muggli von Mönchaltorf, die Frau von Felix. Sie wurde nur 49 Jahre alt. 5 ihrer überlebenden Kinder waren schon im Erwachsenenalter. Die Jüngste, Maria war 12 Jahre alt. War die Betreuung des mutterlosen Kindes ein Grund, dass Felix nach dem Tod seiner ersten Frau sofort wieder geheiratet hat? Er schloss am 9. Mai 1853 eine Ehe mit der 52 jährigen kinderlosen Witfrau Anna Barbara Gubler (1801 – 1873). Ein anderes Motiv für die rasche Verehelichung könnte sein, dass es sich für einen Lehrer nicht schickte, unverheiratet mit einer Haushälterin unter einem Dach zu leben; zudem kam es billiger, wenn er ihr keinen Lohn bezahlen musste. Wie auch immer, Felix hielt das übliche Trauerjahr nicht ein: er heiratete schon nach 3 Monaten wieder.

Von Beruf war Felix ab 1824 Lehrer. Da seine ersten 3 Kinder in Mönchaltorf auf die Welt gekommen sind, gehe ich davon aus, dass er zuerst dort Lehrer war.

8.3.4. Lehrerausbildung vor 1830 – soziale Stellung des Lehrers – Schulentwicklung

Bevor im 19. Jahrhundert Lehrerseminare gegründet wurden, haben die Schulmeister das Unterrichtshandwerk bei einem andern Lehrer erlernt, Das erste staatliche Lehrerseminar im Kanton Zürich wurde 1832 in Küsnacht gegründet. (15) Felix Schlumpf war ein Landschullehrer, der mit Sicherheit nicht an einem staatlichen Seminar ausgebildet worden war. Es ist denkbar, dass er das nötige Rüstzeug bei dem Vorgänger-Lehrer in Mönchaltorf erhalten hat, vermutlich bei seinem Onkel. Wie spätere Hinweise zeigen, wurde vermutlich Felix Schlumpf zusätzlich in einem einmonatigen Kursus von einem Kreislehrer für die Fächer, die er in der Landschule unterrichtete, „ausgebildet“. „Wesentliche Neuerungen bildeten die Abkehr vom Individual- zum Klassenunterricht und eine neue Lesemethode. Das erste Leselernen sollte nicht mehr ein mühsames Buchstabieren sein, sondern auf einer Syllabier- und Lautiermethode aufbauen.“(16) „Die Gemeinden waren meist weniger an der Qualität des Lehrers interessiert, als vielmehr daran, einen armen Gemeindegenossen beschäftigen zu können“…. „Der soziale Status des Lehrers war tief, die Entlöhnung entsprach meist der eines Tagelöhners. Mangels anderer Beschäftigungsmöglichkeiten bot der Lehrerberuf vielen Leuten aus den Unterschichten dennoch die Möglichkeit, einen mehr oder weniger sicheren und regelmässigen Zusatzverdienst zu erwerben.“ (17) Ob Felix Schlumpf neben seiner Lehrertätigkeit Heimarbeit verrichtete, ein ländliches Handwerk ausübte, oder ob er durch eine kirchliche Aufgabe, z.B. Sigrist oder Vorsänger im Gottesdienst seinen mageren Lehrerlohn aufbesserte, ist mir nicht bekannt.

Im Schulwesen fanden nach Jahren der Stagnation in den 1830-er Jahren Neuerungen statt. „Das am 28. September 1832 vom Grossen Rat verabschiedete Unterrichtsgesetz bildete das Kernstück der liberalen Schulreform. Mit dem Unterrichtsgesetz schuf der Kanton Zürich ein für die zeitgenössischen europäischen Verhältnisse wegweisendes Unterrichtswesen, das für Knaben und Mädchen die gleiche Elementarbildung gewährleistete. Basis des neuen Systems war die sechsjährige Primarschule, die von allen Kindern vom sechsten bis zum zwölften Altersjahr besucht werden musste. Die Elementarschule umfasste in der Regel die erste bis dritte Klasse, die Realschule die vierte bis sechste Klasse. Die Zahl der wöchentlichen Schulstunden betrug in der Primarschule im Winter 27 und im Sommer 23. Danach folgte die dreijährige Repetierschule für die 12 bis 15 jährigen Schülerinnen und Schüler. In dieser Schulstufe wurde der wöchentliche Unterricht im Winter auf sechs und im Sommer auf drei Stunden festgesetzt. Die Volksschule erhielt einen abgestuften Lehrplan, einheitliche obligatorische Lehrmittel und eine systematische Unterrichtsmethode. Der Schulstoff wurde (weitgehend) säkularisiert und neue Realienfächer wie Geografie, Geschichte sowie Naturkunde wurden eingeführt.“ (18)

8.3.5. Lehrer in Tann, Gemeinde Dürnten

1832 wurde Felix Schlumpf in Tann, Gemeinde Dürnten zum Lehrer gewählt. Die am Südwesthang des Bachtels gelegene Gemeinde Dürnten umfasst Dürnten, Oberdürnten und Tann. Sie gehört zum Bezirk Hinwil. Um 1850 hatte die Gemeinde 1663 Einwohner. Neben der Landwirtschaft spielte die textile Heimarbeit eine wichtige Rolle. „In der sich in der Übergangszone zwischen Korn- und Weidegebiet befindenden Gemeinde verbreitete sich im 18. Jh. die textile Heimarbeit (v.a. die Baumwollspinnerei), die 1787 49% der Bevölkerung ein Auskommen erlaubte. Die Tradition der Heimarbeit setzte sich nach 1850 mit der Seidenweberei, nach 1880 mit der Stickerei fort.“ (19)

Zur Wahl von Felix Schlumpf als Schulmeister in Tann heisst es im Bericht des Pfarrers: „Anstatt des im Sommer resignierten Lehrer Conrad Hotz ward Herr Felix Schlumpf von Mönchaltorf – 6. Aug. 1802, Vater von 3 Kindern – zum Lehrer gewählt. Gebildet von Hr. Kreislehrer Boss, Hr. Dändliker, Hr. Merz – im talent, (hat Talent) aber (ist) nicht gar (ein) gesunder Mann“….“Den 13. November ward er in der Kirche Dürnten den Eltern und Kindern vorgestellt.“ In dem Bericht beantwortet der Pfarrer Fragen zuhanden der Schulpflege bezüglich Disziplin, Lehrmethode, Schulgebäude, Lehrmittel, Gemeindefinanzen und Lehrerlohn etc. Anlässlich eines Schulbesuchs schreibt der Pfarrer über die Lehr- und Unterrichtstätigkeit von Felix Schlumpf: „Der Lehrer unterrichtete in den wenigen Monaten seines Daseins nach differenzierter Methode, und wird gerade jetzt die Tabelle fleissig benutzen. Der Schüler las schön, erzählte verständig, zeigte auch einige geograph. Kenntnisse.“ Das Schulhaus war offensichtlich alt und renovationsbedürftig. „Das Zimmer vergrössert – doch jedermann muss an Veränderung denken. Abtritt ist ausser dem Haus.“ An Lehrmitteln und Einrichtungsgegenständen standen zur Verfügung: “2 Wandtaf., 1 Heft für Tabellen, Zchntäfeli, Vorschrift bibl. Kinderfreund (?), Lesebuch von Zwingli und (Rochov?) brave bibl. Testamente.“ Die „unbemittelte“ Gemeinde versprach Felix Schlumpf „100 Fr, freie Wohnung und Pflanzland“. (20) Im Jahr 1861/62 erhielt Felix wie seine Kollegen in der Gemeinde Dürnten als Leistungen der Gemeinde fix Fr. 200.- (jährlich) und freie Wohnung, einen Pflanzplätz und Holz. Die einzelnen Schüler mussten Schulgeld bezahlen: 3.50 (Elementarschüler); 1.50 (Realschüler); 1.50 (Repetierschüler). Als Anteil am Schulgeld bekam Lehrer Felix Schlumpf Fr. 211.- (21) Wie die Familie Schlumpf mit diesem kargen Einkommen über die Runden kam, ist mir nicht klar. Sicher war die Selbstversorgung durch Gemüse vom Pflanzplätz und Kleintierhaltung für die Aufbesserung des Budgets wichtig. Ob Felix Schlumpf allenfalls noch weiteren bezahlten Beschäftigungen nachging, wie Heimarbeit oder einer Tätigkeit in der Kirchgemeinde ist mir nicht bekannt.

Auf dem Land blieb auch im 19. Jahrhundert der Einfluss der Kirche auf die Volksschule bestehen. Der Pfarrer von Dürnten war auch der Präsident der Schulpflege. Er schrieb über die 3 Dürnten Schulen: Oberdürnten, Unterdürnten, Tann jährlich einen Bericht an die Bezirks-Schulpflege Hinwil. Dem Fach Religion kam im Schulunterricht weiterhin eine wichtige Bedeutung zu. Aus dem Jahre 1844/45 ist ein Verzeichnis erhalten. Felix Schlumpf hat dort aufgeschrieben, was er im Religionsunterricht behandelt hat. Er nahm in der Realklasse das Evangelium Matthei durch und beigegebende Bibelabschnitte. In der Elementarklasse standen biblischen Geschichten auf dem Programm und Lieder im neuen Sing- und Liederbüchli S. 1 – 40. Die Kinder mussten viel auswendig lernen, z.B. Sprüche aus dem Spruchbüchlein, sowie Lieder aus dem Liederbüchli von Salomon Vögeli. Die älteren Schüler (5./6.Klasse) mussten Lieder aus dem Waser Büchli: 1 -21 auswendig können, Sprüche aufsagen und im Heidelberger-Katechismus Fragen 1 – 30 beantworten können. Die Psalmen: 1. 15. 32. 34. 90. 25. 8. 19. wurden durchgenommen und eingeübt. (22) Felix Schlumpf musste mit den Unterweisungsschülern (Singschülern) die Choräle einstudieren, die im sonntäglichen Gottesdienst gesungen wurden. Am jährlichen Examenstag gab es Prüfungen in allen Fächern. Der Pfarrer beurteilte in seinem Bericht den Unterricht des Lehrers. Zu Beginn waren die Beurteilungen des Pfarrers bzw. der Pfarrer von Dürnten über den Schulunterricht von Felix Schlumpf sehr positiv. Z. B. heisst es im Bericht von 1832/33 „Gott segne diesen wackern Lehrer. Der sich auszeichnende Lehrer ist Herr Felix Schlumpf von Mönchaltorf. Auch dieser leistete viel. Im Examen wurden die Gegenstände behandelt, wie zu Oberdürnten im Examen. Man staunte, dass die Kinder noch sehr gut antworten konnten, da das einte oder andere, noch die Schule versäumte“. (23) Am Schulexamen mussten die Kinder des 5. und 6. Schuljahrs im NT lesen und wurden über das Gelesene abgefragt und mussten den Inhalt erzählen. Weiter wurde Kopf- und Tafelrechnungen in Brüchen; Geographie; Biblische Erzählungen von der Schöpfung bis zur Menschwerdung Christi; Schönschrift; Gesang (Choral) geprüft. (24) Auch im Jahr 1847 wurde der Unterricht von Felix Schlumpf in der Elementar- und der Repetierschule mit dem Prädikat «gut» bezeichnet. Im Jahre1856 war «ein Lob von der Schule Tann zu melden, welche ebenfalls seit …20 Jahren vom nämlichen Lehrer geleitet wird.» Es wurde aber auch auf Schwierigkeiten hingewiesen mit den Fabrikkindern, die nicht motiviert waren zum Lernen. «Auch im letzten Jahr boten die Repetierschulen in allen drei Schulgemeinden grosse Schwierigkeiten, dass Unfleiss einer nicht kleinen Zahl der Schüler des niedrigen Zustandes verfallen waren, auch um des nicht immer lobenswerten Verhalten der Schüler willen. Das es immer vorzugsweise Fabrikkinder, welche in diese Kategorien fallen, braucht wohl kaum bemerkt zu werden.» (25) Die «Schlaffheit» der Fabrikkinder ist auch im Bericht von 1857 ein Thema: «In Tann, wo sogar die Prüfungen über Erwarten gut ausfielen, über Erwarten darum, weil sich hier besonders die Schlaffheit der Fabrikbevölkerung zum Teil schon bei den jüngeren Schülern, sehr stark aber bei den Repe- und Singschüler zeigte.» (26) Felix Schlumpf hatte vor allem Kinder von Fabrikarbeitern und Bauern in seinem Unterricht. Daneben gab es auch vereinzelt Kinder von Handwerkern.

Kinderarbeit war in der Schweiz trauriger Alltag: Die Kinder mussten in der Fabrik, am Webstuhl zu Hause und auf dem Bauernhof schuften. (27) Erst mit dem eidgenössischen Fabrikgesetz von 1877 wurde die Fabrikarbeit erstmals national geregelt. Es gab ein Verbot der Arbeit von Kindern unter 14 Jahren in den Fabriken. Doch Kinderarbeit war noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, insbesondere in der Landwirtschaft und der Heimarbeit. (28)

In späteren Schulberichten wurde die Schulführung von Felix Schlumpf als „gut bis mittelmässig“ und noch in späteren Jahren eher als „mittelmässig“ bezeichnet. Zwar wurde er immer als „wackerer“ „williger“ Mann gewürdigt. Es heisst z.B.: „Der Lehrer mit gutem Willen begabt und mit Liebe zu seinen Schülern besitzt freilich geringes Mass an Kenntnissen ….. Die Schule Tann gehört zu den mittelmässigen.“ Positiv bewertet der Pfarrer die Ordnung und Reinlichkeit in der Schule. Es herrscht gute Zucht und Ordnung. Schullokal und Lehrerwohnung sind in gutem Zustand. Die Lehrmittel sind alle vorhanden. Umsetzung von Lehr-und Lektionsplan erfolgt nach den Kräften des Lehrer und des Schülers. Die Verordnung der Kinder in den Fabriken wird eingehalten; es gibt keine Übertretungen. (29) Die schlechteren Unterrichtszensuren haben sicher auch mit dem Wandel bzw.der Verbesserung der Volksschule zu tun. Felix Schlumpf hatte nur eine «Schmalspur-Ausbildung» genossen. Sein Unterricht im Deutsch und im Rechnen wurde meist positiv beurteilt. Es waren aber neue Fächer wie Naturkunde und Geschichte dazugekommen, die er früher nicht unterrichtet hatte. Für den Unterricht in diesen Fächern bekam er schlechte Zensuren. Beanstandet wurde auch, dass er nicht immer alle Schüler gleichzeitig beschäftigt hatte. «Mehr gleichzeitige Beschäftigung der Schüler wäre sehr zu wünschen. Die Elementarschule ist(?) verhältnismässig recht ordentlich vorwärts. Unter den Realschülern finden sich strebsame und ziemlich ordentlich unterrichtete Kinder.» – „Fatal, dass immer nur einzelne und wenige, oder dann alle Schüler einer Klasse fast zugleich antworten, so dann sollte es in der Schule Tann doch möglich sein, alle zweckmässig und gleichzeitig zu beschäftigen.“ (30) Vielleicht ist es auch eine Anspielung auf mangelnde Disziplin im Unterricht. Immer alle Kinder zu beschäftigen, war sicher keine leichte Aufgabe, denn Felix hatte je nach Jahrgang 80 -90 Schüler oder mehr zu betreuen. Im Jahre 1834 kamen im Kanton Zürich im Durchschnitt 98 Schüler auf einen Lehrer, im Jahr 1860 70. (31)

In allen Schulberichten wurde Felix Schlumpf bis 1860 als korrekter und pflichtbewusster Lehrer geschildert. Mit zunehmendem Alter hatte er vermutlich nicht mehr die Energie, sich bei den vielen Schülern durchzusetzen. Das unentschuldigte Fernbleiben der Schüler wurde zu einem Problem. Bezüglich der «Absenzenangaben der Schule Tann muss es scheinen, als habe der Lehrer es an der nötigen Pünktlichkeit beim Aufzeichnen derselben fehlen lassen. Die durchwegs grosse Absenzenzahl hat ihren Grund: a) was die entschuldigten betrifft: in den letzten Wintern herrschende Kinderkrankheiten. b) Was die strafbaren betrifft, darin, dass die Aufsicht durch die Gemeindeschulpflege (?) fehlte, wodurch eine etwelche Laxheit im Absenzenwesen eingerissen war, namentlich in Oberdürnten und Tann. Die Schulpflege hat übrigens die geeigneten Massregeln getroffen, wegen Übelständen für die Folge wegzubringen.»(32) In seiner Gesamtbeurteilung kam Pfarrer Schaller zum Schluss, dass die Schule in Tann den neuen Anforderungen nicht mehr genüge. «Die Schule Tann ist in meinem Empfinden mangelhaft. Es fehlt dem alternden Lehrer weniger am Eifer und am guten Willen, als an der nötigen Begabung und Energie, weshalb dann auch von ausserordentlichen Massregeln, wenn solche angewandt werden wollten, wenig Heil zu erwarten steht. Dagegen steht zu hoffen und ist einige Aussicht dafür vorhanden, dass der Lehrer, wenn Schulgemeinde und Ober…(?) das Ihrige dazu tun, ihm einen ehrenvollen und seine ökonomische Lage sichernden Rücktritt zu ermöglichen, er sich zu einem solchen verstehen werde.“ (33)

8.3.6. Vorzeitige Pensionierung und Lebensende

Mit 65 Jahren wurde Felix Schlumpf vorzeitig pensioniert. Seine 6 Kinder waren alle erwachsen und verheiratet. Einer seiner Söhne Hans Jakob, geb. 31. Juli 1833 ist auch Lehrer geworden. Er muss das Lehrerseminar besucht haben. Im Dez. 1873 verstarb Anna Barbara geb. Gubler, seine 2. Ehefrau. Felix Schlumpf hat nicht mehr geheiratet.
«Den 28ten April, 1880 um halb 9 Uhr nachmittags starb in Rütti im Mühleacker Felix Schlumpf alt Lehrer, Sohn des Leonhard Schlumpf und der Katharina Feer, Wittwer der Anna Elisabetha Muggli von Mönchaltorf in Rütti – geboren den 1ten August 1802-
Eingetragen den 1ten Mai 1880- Der Civilstandsbeamte: Kunz» (34)

Quellenangaben:

1 «Die Herkunft der Namen», Radio SRF 1
2 «Mönchaltorf», Wikipedia
3 «Mönchaltorf» , Gemeinde Porträt vom 31.01.2019
4 «Mönchaltorf», Wikipedia
5 Stehl G./ Hess P. /Furrer M. «1250 Jahre Mönchaltorf 741-1991», hrsg. v. d. Gemeinde Mönchaltorf , S. 9 u.ff
6 Hess Paul «Mönchaltorf», Historisches Lexikon
7 «Stäfner Handel», Wikipedia, Mörgeli C. «Stäfner Handel», Historisches Lexikon
8 Dändle K./ Bandle M. «Auszug aus der Schweizer Geschichte, S. 115 u. ff.
9 «Mönchaltorf» (s. 6)
10 «1250 Jahre Mönchaltorf» (s. 5), S. 99
11 (s. 5), S. 121/122
12 Weber Christiane, «Frühes Leben im Oberländer Flarz- Ein Einblick in die ländliche Geschichte», Denkmalpflege Schweiz
13 Hess Paul/Lüscher Gerda/Gujer Hans «100 Jahre Schule Sekundarschule Mönchaltorf (1876-1976) Festschrift, S. 8
14 Schwab Andrea «Zuerst Garn spinnen, dann syllabieren – Die Volksschule vor 1832», Schulblatt des Kantons Zürich 2/07, S. 14
15 Grunder Hans-Ulrich «Lehrerseminar», Historisches Lexikon
16 Scandola Pietro «Von der Standesschule zur Staatsschule», in «Europa und seine Schulen im Zeitalter der Aufklärung (1750-1829), Hrsg. Schmale W. Dodde N.L. S. 604
17 (s. 16), S. 603
18 Rothenbühler Verena «Ein grässlicher und höchst unanständiger Tumult», Schulblatt des Kanton Zürich 2/07, S. 6
19 Müller Ueli «Dürnten», Historisches Lexikon
20 Z 367.466 «Schulbericht des Pfarrers Jacob Frei an die Bezirksschulpflege Hinwil «Beantwortung der Fragen den Schulunterricht der Gemeinde Dürnten betreffend, 1832 im August
21 (s. 20) Berichtsjahr 1861/62
22 «Religionsunterricht 1844/45», Tann 15. Juni 1845, Felix Schlumpf, Schullehrer
23 (s. 20), Bericht von 1832/33
24 (s. 20) Bericht von Jakob Frei, 3.04 1833
25 (s. 20), Jahresbericht 1856
26 (s. 20); Jahresbericht 1856/57
27 Gotsch Lars «Die gestohlene Kindheit der Fabrikler-Kinder», infosperber.ch/Wirtschaft/kinderarbeit-in-der-schweiz
28 Gull Thomas «Kinderarbeit», Historisches Lexikon
29 (s. 20) Jahresbericht 1845-46
30 (s. 20) Jahresberichte 1866-67
31 (s.18), S. 7
32 (s. 20) Schulbericht von Pfarrer Schaller, Dürnten 6.05.1867
33 (s. 20) Berichterstattungstabelle, Visitator Pfarrer Schaller, 26.04.1867
34 Todten-Register B. Mönchaltorf, 1880