9. Luise Mühlemann geb. Schlumpf (5.8.1897 – 25.7.1959) Serviceangestellte, Hausfrau, Helferin in der Gefangenenbetreuung (7. Generation)

9.1. Familienfotografie

Von der Familie meiner Grossmutter Luise Schlumpf besitze ich eine Familienfotografie:
Es ist eine 7-köpfige Familie abgebildet. Vier Kinder sind schon im Erwachsenenalter. Der Jüngste ist ca. 7 oder 8 jährig. Ich vermute aufgrund der Militäruniformen der zwei älteren Brüder, dass die Aufnahme gegen Ende des Ersten Weltkrieges aufgenommen wurde. Ich erkenne auf der Fotografie rechts stehend Luise Schlumpf (geb.5. 08. 1897) als ca. 20-jähriges Mädchen. Ihre jüngere Schwester Rosa genannt Rösi steht zwischen zwei jungen Männern in Militäruniform, die offensichtlich ältere Zwillingsbrüder sind. Es sind Heinrich und Jakob. Im Vordergrund sitzen die Eltern, Heinrich Schlumpf und Luise Schlumpf-Roschi. Der jüngste Knabe mit dem Pferdchen, der neben seiner Mutter steht, heisst Hans.

Auf dem Bild wirkt die Familie Schlumpf wie eine Familie aus dem Kleinbürgertum. Mit Ausnahme der Zwillingsbrüder, die in Militäruniform stecken, sind alle Familienmitglieder sonntäglich gekleidet und herausgeputzt. Alle drei Männer haben einen Schnauz und das kurzgeschnittene Haar auf der linken Seite gescheitelt. Sie neigen zu Geheimratsecken. Der Vater trägt einen Anzug mit Gilet und ein gestärktes weisses Hemd mit Krawatte. Die Frauen sind festlich gekleidet und haben blendend weisse Blusen an, die oben am Kragen mit einer Brosche oder einem Schleifchen geschmückt sind. Die Mädchen haben kurzgeschnittenes gelocktes Haar. Die Mutter, die event. die Haare am Hinterkopf aufgesteckt hat, war vermutlich wie ihre Töchter vor dem Fotografenbesuch beim Coiffeur. Auch der kleine Hans trägt schöne neue Kleider, vielleicht sogar den ersten Anzug, ein gestärktes weisses Hemd und um den Hals ein Tuch, das vorn zu einer Schleife gebunden ist. Die Familie macht einen kleinbürgerlichen, gepflegten Eindruck. Einzig die abgelaufenen Schuhe des Vaters deuten darauf hin, dass die Familie aus einfachen Verhältnissen stammt.

9.2. Soziale Herkunft

Luises Vater, Heinrich Schlumpf stammte aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater, Hans Heinrich Schlumpf (1831 – 1905) war von Beruf Schuster gewesen. Er hatte sich 1859 in Pfungen, ZH im Wohn- und Heimatort seiner ersten Ehefrau Anna Barbara Elliker niedergelassen. Mit ihr hatte er 5 Kinder. Nach dem frühen Tod von Anna Barbara vermählte sich Hans Heinrich nach 5 Monaten am 22. Nov.1868 mit der elf Jahre jüngeren Anna geb. Meier von Neftenbach. Luises Vater, war der Älteste aus der zweiten Ehe. Von seinen insgesamt 9 Geschwistern starben mindestens zwei früh.

Luises Eltern, Heinrich Schlumpf und Luise geborene Roschi heirateten am 21.02.1893 in Pfungen ZH. Die Eltern von Luise Roschi stammten von Oberwil BE.

Das Ehepaar Schlumpf – Roschi lebte mit seiner grösser werdenden Familie bis ca. 1910 in Pfungen. Das Dorf liegt im unteren Tösstal westlich von Winterthur. Bis ins 19. Jahrhundert war es eine ländliche Umgebung mit Ackerbau, Viehwirtschaft und ländlichem Bedarfsgewerbe. „Die 1838 ausgebaute Strasse Winterthur – Embrach förderte Pfungens Siedlungs – und Wirtschaftsentwicklung:“ (1). Die Entwicklung lässt sich aus der Bevölkerungszunahme im 19. /20. Jahrhundert herauslesen. 1850 hatte Pfungen 523 Einwohner, 1910: 1271. Die Industriealisierung brachte der Bevölkerung Beschäftigung in den Fabriken von Neftenbach, Wülflingen und Winterthur. In Pfungen gab es eine Ziegelei und seit 1854 eine Schweiz. Wollwarenfabrik, welche die Wasserkraft der Töss nutzte. „Bereits Mitte des 15. Jahrhunderts wird im Tösstal und anderen Gegenden der Schweiz gesponnen und gewebt. Damals noch von Hand und in Heimarbeit. Mit der industriellen Revolution um 1800 herum entstehen aber schon bald maschinell betriebene Webereien und Spinnereien, die anfangs mit Wasser und später mit Strom betrieben werden.» (2)

So viel mir bekannt ist, war Heinrich Schlumpf nie in der Textilindustrie tätig, sondern er ernährte seine Familie als Kutschenführer und Nachtwächter. Beides sind Berufe, die im 20. Jahrhundert nicht mehr so gefragt waren. In Thun arbeitete er bei der Securitas AG.

9.3. Familie Heinrich Schlumpf – Roschi, eine Familie aus der Unterschicht

Die Familie Schlumpf-Roschi hatte ursprünglich mehr Kinder als auf der Familienfotografie abgebildet sind. Gemäss Auskünften der Zivilstandsämter Winterthur und Uster gab es noch drei weitere Knaben, die allerdings früh verstorben sind:
Emil Schlumpf, geb. 26.07. 1896 verstarb als 6 Monate altes Baby. Walter (26.11.1901 – 19.12.1902) verstarb mit 13 Monaten. Emil Walter (14.02.1905 – 28.02.1912) ist als 7–Jähriger gestorben. Wenn alle Kinder überlebt hätten, wäre es eine 10- köpfige Familie gewesen.

Um ca. 1910 zogen Heinrich und Luise Schlumpf- Roschi mit ihren Kindern von Pfungen ZH nach der Stadt Bern und 1915 nach Thun. Was bewog eine Familie mit vier Kindern – Hans kam erst in Bern auf die Welt – den Kanton zu wechseln und in eine Stadt zu ziehen? War es die Aussicht auf ein besseres Auskommen? Ich gehe davon aus. Die spätere Wahl für Thun als Wohnort, könnte damit zu tun haben, dass die Vorfahren von Luise Schlumpf geborene Roschi im Oberland heimatberechtigt waren? Die Familie Schlumpf ist auch in Thun mehrmals umgezogen.

Obschon die Familienfoto den Eindruck von einer kleinbürgerlichen Familie vermittelt, deutet vieles darauf hin, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie prekär waren: Die häufigen Wohnortswechsel; die grosse Familie und die hohe Kindersterblichkeit; der «Hilfsarbeiterberuf» des Vaters und dass später ihre Kinder, mit Ausnahme von Hans dem jüngsten, keine Berufsausbildung machen konnten. Der Vater arbeitete in Thun bei der Securitas. Die Securitas AG, Schweizerische Bewachungsgesellschaft wurde 1907 gegründet. Auch die Zwillingssöhne scheinen als Erwachsene Hilfsarbeit verrichtet zu haben. Heinrich war Gepäckarbeiter bei den SBB. Er war zweimal verheiratet und starb in Thun. Sein Bruder Jakob lebte später in Winterthur, wo er auch früh verstarb. Die Mädchen arbeiteten ohne Ausbildung im Gastgewerbe. Nur Hans, der jüngste machte eine Berufslehre als Koch. Die Familie stammte aus der Unterschicht und versuchte, im städtischen Umfeld sozial aufzusteigen. Der Vater erhoffte, in der Stadt im Dienstleistungsbereich einen besseren Verdienst zu erzielen. Die Familie scheint aber auf keinen grünen Zweig gekommen zu sein.

Kurz vor seinem Tod im Juni 1929 wurde Heinrich armengenössig. Vermutlich konnte er die Kosten für seinen Aufenthalt im Spital nicht bezahlen. Heinrich litt an Halskrebs. Seine Frau war im selben Monat gestorben. Möglicherweise waren auch bei ihr Spitalkosten angefallen. In einem Schreiben vom 19. Juni 1929 stellt die Armenbehörde Thun ein Gesuch an die Armenpflege Mönchaltorf um Unterstützung. «Mann gew. Sekuritätswächter, monatlich Pension Fr. 100.-, seit 22. Mai im Bez.spital wegen einem Halskrebsleiden. 4 Kinder haben eigenen Haushalt. 1 Sohn Hans, geb. 1912… nicht hilfsfähig. An die Armenpflege Mönchaltorf zur Kenntnisnahme mit dem Ersuchen um baldige Anerkennung der Unterstützungspflicht im Falle von Heirich Schlumpf – Roschi geb. 1871.» (3) In einem Antwortschreiben „Konkordat betreffend wohnörtliche Unterstützung, datiert in Mönchaltorf vom 5. Juli 1929 heisst es: „An die Armendirektion des Kantons Zürich Unter Bezugnahme auf ihre Unterstützungsanmeldung vom 25. Juni, 1929 betreffend Schlumpf Heinrich, geb. 1871 … in Thun teilen wir Ihnen mit, dass die Unterstützungspflicht im Sinne des Konkordates für wohnörtliche Unterstützung durch uns anerkannt wird. Namens der Armenpflege… «(3)
Leider hat Heinrich Schlumpf von dieser Unterstützung nicht mehr profitiert. Er war zum Zeitpunkt der Bewilligung schon verstorben ( 22.06.1929)
Hans war noch minderjährig als seine Eltern starben. Bis zu seiner Volljährigkeit war sein älterer Bruder Heinrich sein Vormund. (4)

Es fällt auf, dass alle Mitglieder der Familie Schlumpf sehr früh gestorben sind. Luise und ihre Geschwister starben mit etwas über 60 Jahren, ein Bruder sogar mit 48 Jahren. Ihre Eltern starben beide 1929 im selben Monat mit 58 Jahren. Heinrich Schlumpf litt an Halskrebs. So viel mir bekannt ist, waren es bei den andern Familienangehörigen vor allem Probleme mit dem Bluthochdruck und Altersdiabetes, die zu Hirnschlägen und Herzversagen führten. Vielleicht hat die frühe Sterblichkeit neben genetischen Bedingungen auch soziale Ursachen: Das Geld fehlte möglicherweise zum rechtzeitigen Arztbesuch.

9.4. Verlust von 3 Brüdern – häufige Umzüge

Luise wurde am 5.08.1897 geboren. Die Zwillingsbrüder waren vier Jahre älter. Ihr um ein Jahr älterer Bruder Emil war als sechs Monate altes Baby im Jahr ihrer Geburt gestorben. Sicher war dies eine grosse Belastung für ihre Eltern. Zwei Jahre nach Luise kam ihre Schwester Rosa auf die Welt. Die nächstgeborenen Brüder Walter und Emil Walter starben mit 1 bzw. mit 7 Jahren. Der jüngste Bruder Hans kam 1910 auf die Welt als Luise 13 Jahre alt war.

Über die Jugend von Luise ist mir nur wenig bekannt. Ich stelle mir vor, dass die Familie Schlumpf-Roschi in der Stadt ein entbehrungsreiches Leben geführt hat. Wie sie finanziell über die Runden kam, ist für mich eine offene Frage. Vielleicht gab es noch zusätzliche Einnahmequellen wie Heimarbeit, „Pflanzplätz“ zur Selbstversorgung etc.?

Die häufigen Umzüge: von Pfungen nach Bern, von dort nach Thun und innerhalb der Stadt noch 6 Wohnungswechsel – ob freiwillig oder nicht – machten das Leben der Familie vermutlich auch nicht einfacher. In Thun sind folgende Adressen bekannt: Göttibach; Länggasse; Schönau 34; Postgässli 8; Schönau; Feldheimstrasse 19.
Luise war das älteste Mädchen und musste, – so vermute ich -, viel im Haushalt mithelfen. Als 5- jähriges Kind und später als 15- jähriges Mädchen hat sie erlebt, wie ein kleines Geschwister gestorben ist. Der Tod ihrer jüngeren Brüder ist ihr sicher nahe gegangen. Mir ist sie als sehr weichherzige Frau in Erinnerung geblieben.
Meine Mutter hatte nur wenige Erinnerungen an ihre Grosseltern. Sie war 7 Jahre alt, als diese starben. Sie hat erzählt, dass ihre Grossmutter eine ernste, strenge Frau gewesen sei. Sie habe sie als sehr gepflegte Erscheinung in Erinnerung, z.B. habe sie damals eine Perücke getragen.

Im Nachruf über Luise Mühlemann-Schlumpf heisst es über ihre Kindheit und Jugend:„Die Verstorbene wurde 1897 geboren und verlebte in ihrem Elternhaus mit ihren vier Geschwistern in Bern und Thun eine glückliche Jugend. Nach Schulaustritt erlernte sie in Genf die französische Sprache und wandte sich dann dem Hotelfach zu. Im In-und Ausland versah sie geachtete Stellen.“ (5) Luise war im Gastgewerbe als Saaltochter tätig. Unter anderem soll sie eine Stelle in Stansstad gehabt haben. Sie scheint eine lebensfrohe, hübsche junge Frau gewesen zu sein.

9.5. Mutter und Polizistenfrau

Am 12. Nov. 1921 hat Luise Schlumpf Johann (Hans) Mühlemann, einen Landjäger aus Bönigen, wohnhaft in Zollikofen auf dem Zivilstandsamt Lauterbrunnen geheiratet. Am 30. März 1922 kam meine Mutter Vreneli Elisabeth in Zollikofen auf die Welt. Am 11. August 1926 wurde die jüngere Tochter Ruth Hedwig in Lyss geboren. Weiter unten wird noch von
einem dritten Kind die Rede sein.

Bedingt durch den Polizistenberuf vom Ehemann und Vater musste die Familie oft umziehen: Zollikofen, Lyss, Bern, Wimmis, Zweisimmen, Langnau waren Arbeits- und Wohnorte. Hans Mühlemann war in Wimmis und in Langnau Chef des Gefängnisses. Seine Ehefrau musste bei der Versorgung der Gefangenen mithelfen und für sie kochen. Im bereits erwähnten Nachruf heisst es: “Sie war ihrem Gatten eine gute und treue Ehefrau und Mitarbeiterin, und viele Anregungen sind von ihrem klugen, lieben Wesen ausgegangen. Auf den verschiedenen Posten, die ihrem Manne zugewiesen wurden, half sie treu und gewissenhaft, den gestellten Anforderungen zu genügen. In Wimmis und Langnau i. E. hat sie jahrelang sonntags wie werktags mit Hingabe für den grossen Gefangenenhaushalt gekocht und allein die vielfältigen Hausgeschäfte besorgt. Keine Arbeit war ihr zu viel und zu gering, sie hatte stets ein warmes Herz für die Gefangenen und suchte in ihnen das Gute zu erwecken“ (6)….

Die Familie Mühlemann-Schlumpf wohnte von1936 bis ca.1945 im Schloss Wimmis BE. «Angelehnt an die Burgfluh, die gewissermassen eine Talsperre am Eingang des Simmentals bildet, sitzt das Schloss Wimmis an weithin sichtbarer Stelle hoch über dem Dorf.» (7) Die Burg wurde 1100 errichtet, war ursprünglich im Besitz der Herren von Strättligen und dann der Freiherren von Weissenburg. Grössere Umbauten fanden 1613 und 1696 statt. (8). Als die Familie Mühlemann-Schlumpf im Schloss lebte, war es noch nicht renoviert. Das Bezirksgefängnis, das Gericht und Ämter waren dort untergebracht. Es gab eine lange, lange Treppe, natürlich ohne Lift, mit 132 Stufen. Diese musste Luise täglich überwinden, wenn sie ins Dorf wollte. Meine Mutter hat über die Zeit in Wimmis in ihrem Lebenslauf geschrieben: „Es waren herrliche Jahre für die ganze Familie. Leider fing schon damals die Mutter leise zu kränkeln an. Sie hatte es streng: für die Gefangenen kochen und abwaschen, im Schloss Bureaus reinigen, dazu eine Wohnung ohne jeglichen Komfort. Kein Boiler, kein elektr. Kochherd, kein Staubsauger, kein Bad, kein WC mit Spülung, keine Waschmaschine. Waschen bei eisiger Kälte oder bei Hitze draussen im Schlosshöflein“… Die Familie zog mit dem Küchenabfall ein Schwein auf und hielt immer einen Hund.

Im Nachruf von 1960 hiess es weiter über Luise: „Ihren 3 Kindern gab sie in ihrer mütterlichen Treue und Hingabe viel Gutes mit auf den Lebensweg. Trotz ihrer grossen Beanspruchung galt ihre Fürsorge dem Wohlergehen der Familie.“(9)

9.6. Ein Familiengeheimnis

Meine Grossmutter hat ein Leben lang darunter gelitten, dass sie ein uneheliches Kind hatte. Sie war 22 Jahre alt und ledig, als sie am 26.02.2019 ihren Sohn Walter bekam. Luise sei als Mädchen nicht aufgeklärt worden. Als sie das erste Mal die Periode bekommen habe, habe ihre Mutter bloss gesagt: „Jetzt musst du lange Röcke tragen.“ Aus Luises Sicht lag ein Eheversprechen vor. Der Mann suchte wohl eher ein sexuelles Abenteuer; er war schon verheiratet und hatte eine Familie. Ich denke, dass die Begegnung zwischen den beiden nicht in seinem Wohnort stattgefunden hat, dort wären seine Familienverhältnisse bekannt gewesen, sondern eher an ihrem Arbeitsort, wo er möglicherweise Militärdienst leistete.

Zwischen dem Ehepaar Mühlemann-Schlumpf gab es wegen dem unehelichen Kind oft Streit. In der Familie wurde nicht offen darüber gesprochen. Gegen Aussen wurde das Kind verheimlicht. Die jüngere Tochter Ruth glaubte bis ins Teenageralter, dass Walter ein jüngerer Bruder ihrer Mutter sei. Die ältere Tochter Vreni wusste schon als Kind Bescheid über den Halbbruder. Sie bekam mit, wie es wegen Walter oft zu Auseinandersetzungen kam zwischen ihren Eltern. Ihr Vater sei eifersüchtig gewesen, dass die Mutter früher schon einen Liebhaber gehabt habe. Ihre Mutter habe oft geweint und im Verborgenen etwas Geld auf die Seite gelegt, damit sie Geschenklein für ihren Sohn kaufen und etwas ans Kostgeld beisteuern konnte. Sie habe, wenn der Vater nicht da gewesen sei, manchmal heimlich Walter besucht. Das uneheliche Kind war ein Familiengeheimnis. Vreni litt sehr wegen der «Schande» ihrer Mutter. Es war ihr wichtig, ihre Mutter in ein möglichst „gutes Licht“ zu stellen. Die Familien-Narration lautete: «Luise wurde von einem reichen angesehenen Zürcher Geschäftsmann die Ehe versprochen. Er hatte daneben ein Verhältnis zu einer reicheren Frau. Er hat auch diese geschwängert und diese dann geheiratet. Weil Luise arm war, wurde sie sitzen gelassen.» Erst beim Nachforschen habe ich gemerkt, dass diese Version nicht stimmt. In den Akten des Bezirksarchivs Thun lassen sich nur noch wenige Spuren finden. Der aussereheliche Vater war ein W.O. Schreiner aus S. Er war verheiratet und hatte eine Familie. Im Vaterschaftsprozess waren die Parteien je mit einem Anwalt vertreten. (10) Die Prozessakten wurden in den 1990er Jahren vernichtet. (11) Immerhin lässt sich feststellen, dass der Kindsvater Alimente bezahlen musste und dass die Mutter die elterliche Gewalt bekam: » Schlumpf Walter Max, (?) der Luise, von Mönchaltorf, geb. 26.Febr.1919. Im vom Beistand erstatteten Bericht, woraus hervorgeht, dass der aussereheliche Vater O. vom Amtsgericht Thun zu jährlichen Alimentationen von frs. 300.- bis zum 18. zurückgelegten Altersjahr des Kindes, wird die Genehmigung erteilt. Die elterliche Gewalt wird der Mutter übertragen und der Beistand unter bester Verdankung seines Amtes entlassen.» (12) Eine Appellation gegen das Urteil zog der Kindsvater zurück. (13) Das 1912 eingeführte Schweiz. Zivilgesetzbuch kannte eine freiwillige Anerkennung des Kindes und unterschied zwei Klagen: Die Alimentationsklage und die Klage auf Standesfolge in väterlicher Linie. (14) Im Fall von Walter Schlumpf kam es nur zu einer Alimentationsklage. Erst bei der Revision des Kindesrechts 1978 erreichten ausserhalb der Ehe gezeugte Kinder eine weit gehende rechtliche Gleichstellung. (15)

Walter durfte nicht in der Familie seiner Mutter aufwachsen. Er wurde hin und her geschoben und hatte eine schwierige Kindheit und Jugend. Es ist erstaunlich, wie gut er sich entwickelt hat und wie er im Erwachsenenleben ein eigenes Geschäft aufgebaut hat. Sein ältester Sohn hat mir Folgendes über das Leben seines Vaters erzählt:

9.6.1. Walter Max Schlumpf (26.02.1919 – 20.02.2008)

„Der leibliche Vater von Walter war ein W. O. von Sch. bei S. Er hatte einen kleinen Bauernbetrieb und war Schreiner. Er war verheiratet und hatte Kinder. Seine Familie hat nichts von Walters Existenz gewusst. Walter hat den Familiennamen seiner Mutter bekommen. Der leibliche Vater hat der Mutter eine einmalige Abfindung von Fr. 500.- geleistet, gekoppelt mit der Auflage, dass danach über die Angelegenheit geschwiegen werde. Walter ist in Thun auf die Welt gekommen.
Er wuchs zuerst bei den Grosseltern Schlumpf – Roschi in Thun auf. Er habe von einem „Hüsli“ im Göttibach erzählt. Hans Mühlemann habe seiner zukünftigen Frau Luise Schlumpf versprochen, sie könne Walter zu sich nehmen. Nach der Heirat habe er es sich anders überlegt, er habe den unehelichen Sohn seiner Frau abgelehnt und ihn nicht in seine Familie aufnehmen wollen. Er habe vermutlich als Polizist, der in der Öffentlichkeit eine Autoritätsperson war, nicht gewollt, dass der Makel einer unehelichen Geburt an seiner Ehefrau gehaftet habe. Die ersten 3 oder 4 Jahre ist Walter in Thun zur Schule gegangen. Leider sind die Grosseltern Schlumpf früh gestorben. Walter war damals 10 Jahre alt. Die nächsten 3 Jahre hat Walter bei den Eltern von Hans Mühlemann in Bönigen gelebt. Dort hat er sich wohl gefühlt, auch in der Schule. Später hat er Klassenzusammenkünfte der Böniger Schulklasse besucht. Leider ist es nachher nicht mehr gegangen bei Mühlemanns (aus Altersgründen?). Walter hat noch einmal wechseln müssen. Er ist zu Verwandten mütterlicherseits gekommen, zu Roschis (Familie eines Onkels oder Cousins von Luise Schlumpf-Roschi). Die Familie Roschi hat in einem kleinen Bauernhaus in der Nähe vom Schloss Rümligen gelebt. Dort hat es Walter nicht gut gehabt. Die Kinder der Familie haben ihn geplagt. Einmal haben sie ihn so mit Heu bedeckt, dass er fast erstickt wäre. Beim Baden in der Gürbe haben Kinder Walter untergetaucht; er wäre dabei fast ertrunken. Seitdem hat er unter Platzangst gelitten. Walter hat bei dieser Familie Hunger gelitten und gelegentlich im Laden eine kleine Büchse Thon gestohlen, um seinen Hunger stillen zu können. Bei der Berufswahl hat sich Emil v. Däniken, der Mann von Tante Rösi, für Walter eingesetzt. Auf dessen Empfehlung hin hat Walter eine Lehre als Küfer gemacht. Er ist in einem Betrieb gewesen, wo er von der Meistersfrau gequält und schikaniert wurde. Z.B. hat sie seine Socken als eklig empfunden und sie nicht mit der übrigen Wäsche waschen wollen. Nach der Küferlehre hätte Walter in die Fussstapfen von Emil von Däniken treten sollen. Er hätte bei der Usego „Weinschmecker“ werden sollen. Hans Mühlemann hat aber diese Zukunftspläne zerstört. Das sei ein Beruf für bessere Leute. Eine Zeitlang hat Walter in einer Gärtnerei gearbeitet. Während dem Krieg ist er oft im Wallis im Militärdienst gewesen. Zwischenhinein hat er Arbeitseinsätze als Hilfsmineur am Sustenpass gemacht. Er hat später seinen Söhnen unterhalb von Steingletsch den Strassenabschnitt gezeigt, an dem er gebaut hat. Nach dem Krieg wäre er gerne Schweisser geworden. Der Ausbildungskurs war aber teuer. Die Heimatgemeinde Mönchaltorf hat nicht zahlen wollen. Schliesslich hat Walter in einer Parkettfirma in Uster Arbeit gefunden. Als diese Konkurs gemacht hat, war er eine Zeitlang in Aarau in einer Parkettfirma angestellt. Er war oft auf Montage. Seine letzte Arbeitsstelle hatte er bei der Holzbau AG in Interlaken. Nach der Heirat und der Geburt der zwei älteren Söhne hat sich Walter 1959 als Plattenleger selbständig gemacht. Er hat noch Zusatzausbildungen gemacht für das Verlegen von Kunststoffbelägen und Nadelfilz. Er war erfolgreich in seinem Geschäft und hat zeitweilig 3 Arbeiter und einen Lehrling gehabt. Sein ältester Sohn ist später ins Geschäft eingestiegen und führt es heute weiter. Walter hat von sich gesagt, er habe sich durch die Schwierigkeiten nie unterkriegen lassen. Er habe gekämpft und das habe ihn stark gemacht.“ (16)

9.6.2. Ein uneheliches Kind

Sowohl das uneheliche Kind, wie auch seine Mutter wurden bis ins 20. Jahrhundert gesellschaftlich geächtet. Vor allem Frauen aus der Unterschicht wurden als liederliche Frauenzimmer abgestempelt und mit einem zügellosen Sexualleben assoziiert. Fast jede ledige Mutter galt als unnatürlich, unsittlich, und sogar als unfähig, ihre Kinder zu erziehen. Es erstaunt mich, dass unter den gegebenen Umständen Luise Schlumpf die elterliche Gewalt zugesprochen wurde und dass Walter keinen Beistand bekam. Für sie und die meisten Frauen bedeutete eine uneheliche Schwangerschaft eine persönliche Katastrophe. Dies war auch bei ihrer Tochter Ruth, die 1948 ungewollt schwanger wurde, der Fall. Zwar hatte Ruth einen Freund, der zu ihr stand und sie heiratete. Das wirtschaftliche Auskommen des jungen Paars war jedoch zu Beginn nicht gesichert. Ruth musste sich, weil ihr eigener Vater kein Verständnis hatte, bei den zukünftigen Schwiegereltern im Emmental verstecken. Die folgenden Zeilen meiner Grossmutter geben Hinweise, wie schwierig die Situation war. Luise suchte die zukünftigen Schwiegereltern ihrer Tochter auf, um mit ihnen die Zukunft der Jungen zu planen:
„Nachdem ich in Oberdiessbach 2 ½ Stunden gewartet hatte, ging die Fahrt in das Oberemmental, mich dünkte, es wolle kein Ende nehmen. Ich fragte den Chauffeur nach W.’s und musste dann noch 5. Min. zurück laufen….Ich stellte mich vor und da lud sie mich in die Stube, wo ein alter Mann auf der Ofenkunst lag. Sie sagten ihm, das sei Ruths Mutter und da wussten sie sofort, warum ich kam. Sie wussten es (Schwangerschaft) auch erst seit letztem Sonntag vor 8 Tagen. Sie waren ohne weiteres einverstanden, dass Ruth, bis sie etwas gefunden haben, bei ihnen sein könne. Sie sind Selbstversorger…, am Essen fehlt es nicht. Ein Zimmer wollen sie ausräumen. Es ist gross und nicht zu nieder mit einem gut heizbaren Trittofen. Nur ein wenig düster, weil eine Laube ob dem Fenster ist, auch ist es Schattseite. Ich habe einen guten Eindruck erhalten, namentlich der alte Vater heimelte mir… Ihnen kommt es ja auch nicht etwa gelegen. Sie haben gesagt, sie seien auch nicht für unter den Tisch. der alte Vater ist Kirchgemeinderat und (sie) sind fromm. Vater W. sagte mir, wir hätten vielleicht besser getan und uns nicht so dagegen (gegen die Beziehung) gesperrt, sie (die Jungen) hätten immer Angst gehabt, man tue sie auseinander. Sie meinten nun am Samstag zum Zivil und sobald wie möglich sich in Oberdiessbach trauen und nachher zu ihnen zum etwas essen nehmen… Ich werde irgendwie gehen, Vater sagt, ich solle nur gehen und auch bleiben, er komme auf alle Fälle nicht. Es ist ja ein schwerer Schlag für ihn, aber eben er war auch einmal jung. Aber er kann hart sein. Vorläufig kann ich nichts machen, als immer daran sinnen und beten, dass doch alles gut kommt…. Wir dürfen jetzt aber das Ruth nicht plagen, es hat aus Angst so gehandelt…Ruth dauert mich ja furchtbar, jetzt muss das arme Kind dann dort sein, nicht wie andre mit seinem Mann, kannst mir glauben, ich ging mit schwerem Herzen und musste immer weinen… Wenn es nur mit den Nieren gut kommt, das ist mir die grösste Sorge. Es (Ruth) sollte jetzt unverzüglich ins Spital…» (17)
“Ich will Dir nun mitteilen, dass Metzger Lauber gestern die Sachen holte mit seinem Auto für Ruth. Ich hatte die Gelegenheit auch mitzufahren. Ich fand Ruth am Tisch strickend vor… Es hat mich wieder einmal furchtbar gedauert. Es leidet seelisch einfach sehr. Als ich ihm sagte, ihr habet nun ein schönes Kinderbettli gekauft, liefen ihm die Tränen nur so die Wangen hinunter… Es nimmt einfach alles viel zu schwer…. Wie gerne nähme ich es hierher zu mir, bis alles Schwere vorüber ist. Aber es ist wegen Papa, es wäre wegen ihm fast nicht zu machen. Es geht ja dort schon, aber das Zimmer muss es nun doch mit den zwei Mädchen teilen, auch ist es halt doch nicht das gleiche, wie wenn es bei uns sein könnte. Seine Beine fand ich weniger geschwollen, auch geht es ihm den Umständen entsprechend ordentlich. Es geht dann nach dem Hochzeit zu Dr. Abelin, um zu vernehmen, wie es nun mit ihm steht. Eines teils begreife ich es gut, wenn es dann doch ins Spital müsste; so wäre es dann doch als Frau….“(18)

Schliesslich liess sich der Vater von Ruth doch erbarmen und hat der jungen Familie auf dem Land eine Bäckerei mit Wohnhaus gekauft, damit sie sich eine Existenz aufbauen konnten.

9.7. Erinnerungen an meine Grossmutter

Leider ist meine Grossmutter früh verstorben. Ich habe sie nur als gesundheitlich angeschlagene Frau in Erinnerung: Wenn sie von Langnau nach Bern zu Besuch kam, haben meine Mutter und ich ihr unten an der Treppe in der Bahnhofhalle gewartet. Sie trug gewöhnlich ein schwarzes Jacketkleid und einen schwarzen Hut. So weit ich mich zurückbesinnen kann, war sie übergewichtig, hatte geschwollene Füsse und sehr hohen Blutdruck. Sie kam langsam daher geschritten, jeder Schritt schien ihr weh zu tun. Sie war eine sehr liebe, sanftmütige Frau. Oft hat sie sich bei meiner Mutter ausgeweint, wenn sie sich schlecht behandelt fühlte und ihr Mann aus nichtigem Grund tagelang nicht mit ihr gesprochen hat. Der Grossvater war sehr launisch. Seine schweren Depressionen waren damals noch nicht diagnostiziert und ärztlich behandelt worden. Hans konnte aber auch sehr liebenswürdig und charmant sein. Er hat seine ältere Tochter Vreni vergöttert. Zu mir war die Grossmutter immer sehr lieb und fürsorglich und hat mir oft etwas mitgebracht. Ich habe durch sie die Zuckermelone kennen gelernt. Als ich 5 oder 6 Jahre alt war und wegen heftiger Masernerkrankung mit hohem Fieber längere Zeit im dunkeln Zimmer liegen musste, hat sie mir Schnitze der saftigen Frucht ans Krankenbett gebracht. Das hat mir köstlich geschmeckt. Bei ihr habe ich auch zum ersten Mal selbstgemachte Glacé gegessen. Wir hatten damals zu Hause noch keinen Kühlschrank. Zu Weihnachten habe ich von ihr zweimal eine blaue Skibluse geschenkt bekommen. 1955 kostete, gemäss ihrer Kostenaufstellung für Weihnachtsgeschenke, eine Kinder- Skibluse schon Fr. 31.-. Ich erhielt auch eine Puppe und eine Puppenstube, deren Inneneinrichtung sie zum grössten Teil selber gebastelt hatte. Einmal bekam ich ein Bäbiwägeli mit Inhalt geschenkt. Bei meinen Grosseltern in Langnau verbrachte ich einige Male schöne Ferien. Ich erinnere mich, wie meine Grossmutter mit mir den Zirkus besuchte.

9.8. Lange Leidenszeit und früher Tod

Leider war die Grossmutter schon längere Zeit leidend. Meine Mutter ist wegen dem hohen Blutdruck oft mit ihr zum Arzt gegangen. 1952 muss sie schon zum ersten Mal eine «Streifung» (Hirnschlag) gehabt haben. Sie schildert in einem Brief, wie die linke Gesichtshälfte verstreckt sei und sie das Augenlid fast nicht mehr öffnen könne; wie sie eine Schwäche im Arm und in der Hand spüre. Obschon ihr der Arzt strenge Bettruhe verschrieben hatte, sorgte sie sich auch noch vom Krankenbett aus um Ruths Familie und um den grossen Gefangenenhaushalt: «Hoffe es komme doch langsam besser. Wir haben ja eine gute Frau, nur am Sonntag und an den Nachmittagen kann sie nicht kommen. Es geht ja jetzt ohne mich auch. Am ersten Tag war zu wenig Suppe. Es ist sicher gut, dass Vater kochen kann. Am Sonntag gab es Pastetli, er hat prima Sauce dazu gemacht. Er hat ja eigentlich auch viel Widerwärtigkeiten. Hoffe, es komme für ihn doch auch einmal ruhigere Zeiten… Wie bin ich froh, wenn ich wieder die Haushaltung machen kann.» (19)

Am 31. Dezember 1955, nachdem sie offenbar wieder einen Schlaganfall erlitten hatte, schreibt sie: „Ist schon 30. Dez. und immer ist es noch nicht gut. Das erste Mal war ich beim Doktor am 21. Nov. 1955. Bin manchmal ganz verzagt. Immer ist der Vater unzufrieden mit mir. Weiss aber auch gar nicht warum. Habe schwere Wochen hinter mir. Viel Schmerzen ganze Nächte lang. Trug es ohne zu jammern. Wenn Vater nur nicht so böse wäre mit mir.“- Am 25. Januar 1956 schreibt sie:.. «Ich bin immer noch sehr krank. Bei der elektrischen Behandlung im Spital, die sehr unangenehm ist, muss ich viel leiden. Ich bin sicher, ein wenig Mitgefühl…. ein wenig Anerkennung würde bei mir Wunder wirken…. Während der ganzen bis jetzt 8 Wochen dauernden Krankheit war ich nie ein Tag im Bett.»(20)

Mein Grossvater liess sich wegen der Krankheit seiner Frau vorzeitig pensionieren. Die letzten zwei Jahre verbrachte das Ehepaar im eigenen Chalet in Goldswil bei Interlaken. Den Lebensabend wollten sie in der Nähe von Hanses Geburts- und Heimatort Bönigen verbringen. In diesen zwei letzten Jahren, als der Arbeitssstress weggefallen war, erlebten Hans und Luise Mühlemann-Schlumpf noch friedliche Zeiten miteinander. Bei meinem Grossvater zeigten sich aber schon starke Depressionen, die fachärztliche Behandlung erforderten. Im Juli 1959 mit 62 Jahren erlitt meine Grossmutter einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr erholen sollte. Am 25. Juli verschied sie im Spital Unterseen.

„Am 28. Juli 1959 wurde sie auf dem stillen Bergfriedhof von Goldswil zur letzten Ruhe bestattet.“ (21)

Quellenangaben:

1 «Pfungen», Wikipedia, Steiner Heini «Pfungen», Historisches Lexikon
2 «Eskimo History», Wikipedia
3 staatsarchivzh Z 42.772
4 StAB Bez Thun B 333
5 Nachruf im «Hardemannli» vom 21.02.1960, der illustrierten Sonntagsbeilage zum Oberländischen Volksblatt
6 (s. 5)
7 Rothacher Peter «Der Schlossherr zieht nach 33 Jahren aus», BZ vom 13.01.2011
8 «Schloss Wimmis», Wikipedia
9 (s. 5)
10 StAB Bez Thun B 81
11 Wyser Rea STA – StAB, e-mail
12 Scan aus Vormundschaftsprotokoll 1919
13 StAB BB XV 770
14 Lischer Markus «Illegimität», Historisches Lexikon
15 (s. 14)
16 Gespräch mit Martin Schlumpf vom 3.04.2016
17 Brief vom 1.10.1948 an Vreni Senn-Mühlemann
18 Brief vom 12.10.1948 an Vreni
19 Brief vom 8.01.1952 an Vreni
20 Briefe vom 31.12.1955 und 25.01.1956 an Vreni
21 (s. 5)