2. Gottfried Senn (6.05.1873 – 12.03.1927), Kaufmann (8. Generation)

2.1. Kindheit und Jugend im dörflich katholischen Umfeld

Gottfried Senn wurde am 6. Mai 1873 in Schlatt bei Gansingen AG geboren. Seine Eltern waren Fridolin und Maria Anna, geborene Schraner. Fridolin, sein Vater, geb. 06.02.1835, war der jüngste Sohn der Familie Josef Senn und Theresia Obrist, die ihr Bauernhaus 1829 im Brand von Galten verloren hatte und die sich dann im Schlatt eine neue Existenz aufgebaut hatte.(1) Gottfried hatte bereits zwei ältere Geschwister: Sophia, geb. 5. Juni 1867 und Joseph, geboren den 17. April 1869. Später kam dann noch die jüngere Schwester Rosina, geboren am 27. Juli 1878 dazu. Gottfried wurde am 7. Mai, 1 Tag nach seiner Geburt zu Hause katholisch getauft. Seine Taufpaten waren ein Valentin Senn von Schlatt und eine Sophia Schraner von Sulz (2). Im Nachlass habe ich eine alte „Taufurkunde“ mit einem kleinen Kuvert für den Taufbatzen gefunden.

Der Schlatthof liegt hinter einem Wald auf einem Hügelzug, der die Wasserscheide bildet. Der Weiler Schlatt 513 m ü.M. bestand aus vier Bauernhöfen; heute sind drei der Gebäude Wohnhäuser. Zwei Häuser gehören zur Gemeinde Gansingen und zwei zur Gemeinde Sulz. Man hat vom Weiler eine schöne Aussicht auf Sulz. Etwas unterhalb der Häuser steht am Wegrand ein grosses Kruzifix. Ein Kreuz soll schon in alter Zeit in der Nähe des Weilers gestanden haben. Das Land ist fruchtbar und eben. Der Schlatthof hat eine eigene Quelle. Nach Gansingen, das hinter dem Wald liegt, ist es zu Fuss etwa eine halbe Stunde. Der ursprüngliche Schlatthof der Senn – Familie gehört zu Gansingen.

Josef, der Bruder von Gottfried, hat später den Schlatthof übernommen und bewirtschaftet. Er hatte neun Kinder, wovon eines mit zwei Jahren starb. Josef hat 1930 noch einen zweiten Bauernhof im Schlatt gekauft. Zwei seiner Söhne mit ihren Familien haben später diese Höfe übernommen und darauf Landwirtschaft betrieben: Johann, geb. 1911 hat den Schlatthof, und Fridolin geb. 1917 den neu gekauften Teuberhof bewirtschaftet. Alphons, ein weiterer Sohn, hat die einzige Tochter einer Bauernfamilie in Galten geheiratet und war dort ebenfalls als Bauer tätig. Bis heute sind zwei Nachkommen der Senn-Linie dem Bauernstand treu geblieben. Johann Senn hat den Schlatthof, wo Gottfried aufgewachsen ist, in den 1980er Jahren verkauft. Das Gebäude steht noch, man sieht aber kaum mehr, dass es einmal ein Bauernhaus war; es ist heute ein renoviertes Wohnhaus. Ich hatte das Glück, Adeline Senn, die Witwe von Fridolin (Neffe von Gottfried Senn) und ihre Familie kennen zu lernen. Sie leben auf dem Teuberhof und sind heute die einzigen Bauern im Schlatt. Das Land der übrigen Höfe haben sie dazu gepachtet. Adeline Senn (-Weber), Marcel Senn und Alfons Senn konnten mir noch Einiges von früher erzählen: «Das Leben war früher geprägt von harter Arbeit. Die Bauernfamilien waren Selbstversorger und hatten kaum flüssiges Geld. Auf dem Hof hat es immer Pferde gegeben. Den fernen Verwandten in der Stadt Bern (Familie von Gottfried Senn) haben sie jeden Sommer in einem Korb Kirschen geschickt.»

Im kollektiven Gedächtnis der Menschen haben die Gräueltaten im Schwedenkrieg (30-jähriger Krieg) bis in die heutige Zeit Spuren hinterlassen. Es wurde mir eine Geschichte von einem jungen Burschen namens Widin, der in Schlatt zu Hause war, erzählt: „Am Palmsonntag sei er spät dran gewesen für den Messebesuch. Deshalb habe er sein mit Stechpalmen geschmücktes Tännlein unterwegs in die Erde gesteckt, um sich der Last zu entledigen und schneller vorwärts zu kommen.“ Dieser Brauch des „Palmentragens“ an Palmsonntag hat sich übrigens bis heute erhalten. Der Priester segnet das Palmenbäumchen. Zu Hause wird es vor dem Haus aufgestellt und später in der Remise aufbewahrt. Das Palmbäumchen soll gegen Blitzschlag und zur Abwendung von Übel dienen. „Widin habe auf dem Heimweg von der Messe das Bäumchen wieder aufgenommen und zu Hause gegenüber seiner Mutter behauptet, er habe das Palmbäumchen in der Kirche segnen lassen. Er sei der Ansicht gewesen, dass der vom Priester bereits über die andern Palmenbüschel gesprochene Segen, wohl auch seinem Büschel noch zugut kommen werde. Eine «ungesegnete» Palme im Haus! Und dies zur Zeit des 30-jährigen Krieges! Das Unglück sei vorprogrammiert gewesen und Widin sei es übel ergangen. Die Schweden hätten in Schlatt die Häuser niedergebrannt und Widin gefangen genommen. Die Soldaten hätten ihn am Schwanz eines Pferdes angebunden und zu Tode geschleift. Auf einem Acker im Schlatt sei ein Stein (Steinkreuz von 1821 hat an die Sage erinnert) gelegen, dort wo Widin schliesslich zu Tode gekommen sei.» (3) Diesen Stein haben die Verwandten eine Zeitlang in der Scheune bei der Güllenpumpe aufbewahrt.“ Heute steht der Widin-Gedenkstein in der Nähe der Schlatt Häuser. Im Buch „Sagen aus dem Fricktal“ wird die Sage anders erzählt; sie soll sich aber dort in der Gegend von Schlatt ereignet haben. Widin wird in dieser Sage als ein heiliger gottesfürchtiger Mann beschrieben. Dieses Mal sind es die Franken, welche die Freveltat begehen. „Er wurde überwältigt, an den Schwanz eines Pferdes gebunden und bis zur Ecke der Schlattbütten geschleift, wo er seinen Qualen erlag.- Andere sagen, er sei lebendig geschunden worden, er habe seine Haut bis zu jener Stelle hingetragen, wo zum Andenken an seinen Tod das steinerne Kreuzlein steht. Man verehrt diesen Stein als das Denkmal eines im Herren Entschlafenen für den Christenglauben und die Landeskultur gestorbenen Märtyrers.“ (4)

Über Gottfrieds Kindheit und Jugend konnte ich keine zusätzlichen Informationen gewinnen. Ich nehme an, dass sie sich wie beschrieben in den geordneten Bahnen der ländlichen, katholischen Umgebung abgespielt haben: Leben in der Familie auf dem Bauernhof; Mithelfen auf dem Feld, im Stall und auf dem „Pflanzplätz“; Besuch der Schule in Gansingen; Erstkommunion und später Firmung. Höhepunkte im Jahresverlauf waren die winterlichen Schlachttage, die Fastnacht und der „Pfingstsprützlig». Früher war das ein wichtiges Dorfereignis. An Pfingsten wurde ein kräftiger Jugendlicher von seinen Kameraden heimlich in eine Laubgestalt verwandelt. «Die Gestalt wirkt schwerfällig und plump. Als Träger kommt nur ein starker Junge in Frage; kann doch das Kleid bis zu 20kg schwer werden…. Die begleitenden männlichen Jugendlichen skandieren Spottsprüche wie «Pfingstsprützlig wird genannt/ er hät es Füdle, s’isch e Schand.»…. Beim ersten Brunnen wird Halt gemacht. Der Pfingstsprützlig stellt sich vor den Trog und taucht seine Laubarme tief in das Wasser. Die Burschen und die Neugierigen bilden einen weiten Halbkreis um ihn herum. Dann richtet sich der Pfingssprützlig mit triefenden Armen auf. Er scheint lauernd die Runde zu mustern. In Wirklichkeit sieht er kaum etwas und ist auf die Einflüsterung und Hilfe seiner Begleiter angewiesen. Plötzlich dreht er sich und verspritzt mit seinen Armen Wasser. Grosses Hallo natürlich, wenn er Mädchen trifft. Denn das soll ihnen nach der Meinung der Leute später Fruchtbarkeit bringen… Nach einer anderen Interpretation soll das Wasserspritzen einen trockenen Sommer verhindern, früher eine grosse Sorge in diesen Juratälern… Der Zug macht die Runde im Dorf zu den einzelnen Brunnen. Bei den Wirtshäusern wird Halt gemacht und der Wirt spendet dem Träger einen Trunk, meist ein Bier oder auch ein Glas Süssmost.» (5)

Aufgrund von Erzählungen bin ich davon ausgegangen, dass Gottfried in die Sekundarschule gegangen ist. Nachforschungen haben ergeben, dass es damals aber noch keine Sekundarschule gab in der Umgebung. Vielleicht hat er die Bezirksschule in Laufenburg besucht. Nach der Schule hat Gottfried eine kaufmännische Lehre gemacht. Wo dies der Fall war, entzieht sich meinen Kenntnissen. Sicher ist, dass er diese Berufsausbildung nicht in Gansingen machen konnte. Das heisst, er musste, falls er noch zu Hause wohnte, lange tägliche Fussmärsche in Kauf nehmen; z.B. ist es nach Laufenburg mindestens 1 Stunde zu Fuss. Eine andere Möglichkeit wäre, dass er während der Lehre auswärts bei Verwandten gewohnt hat. Seine Eltern müssen offen und fortschrittlich gewesen sein und den Kindern, die nicht in der Landwirtschaft tätig sein konnten oder wollten, eine Berufsausbildung ermöglicht haben. Von der jüngsten Tochter, Rosine wird erzählt, dass sie Arbeitsschullehrerin geworden sei.

Gottfried Senn hat schon in jungen Jahren die dörfliche Gemeinschaft verlassen, um seine Ausbildung anderswo zu machen. Später ist er in die Stadt Aarau gezogen und hat dort als Kaufmann gearbeitet.

2.2. Ausbruch aus der Tradition

Die erste Foto, die ich von Gottfried gefunden habe, wurde in Aarau im Atelier eines Fotografen aufgenommen. Es zeigt ihn in Uniform als Soldaten. Er trägt einen Schnauz. Auf seinen Ärmeln hat er auffällig helle winkelförmige Abzeichen. Am Gurt hat er einen Säbel angehängt. An der linken Hand trägt er einen weissen Handschuh. Der zweite Handschuh liegt vermutlich unter dem abgelegten Tschako. Ich schätze das Alter von Gottfried anfangs 20. Er schaut recht ernst und nachdenklich in die Welt. Nach Auskunft eines Mitarbeiters der Bibliothek am Guisanplatz (VBS) war Gottfried Senn Angehöriger des Füsilierbattaillons 58. Dieses gehörte zur 5. Division.(6) Er trug eine „farbige“ Uniform, die als „Ordonnanz 1898“ bezeichnet wurde. „Jede Waffengattung und die verschiedenen Dienstzweige hatten noch ihre eigene Uniform».(7) Als Angehöriger der Infanterie, darauf weisen die gekreuzten Gewehre hin, war die Uniform von Gottfried aus dunkelblauem Tuch; die Besatzfarbe am Stehkragen und die Vorstösse am Waffenrock und an den Hosen war scharlachrot. Die Uniformjacke war zweireihig mit silberfarbenen Knöpfen versehen. Die aufgenähten silbernen Doppel-Litzen an den Ärmeln geben darüber Aufschluss, dass er Feldweibel war. Es gibt noch weitere Fotos aus Gottfried Senns Militärzeit. Auf einem Bild sitzt er als einziger auf dem Brunnenrand vor einem Gasthof Adler. Er trägt hohe Ledergamaschen. Vier andere Soldaten stehen je zu zweit an seiner Seite. Ein geschichtskundiger Gansinger hat mir gesagt, die Aufnahme müsse im Fricktal aufgenommen worden sein. Der Wirtshausname “Adler“ lasse auf die frühere österreichische Herrschaft schliessen. Zu der Uniform und zur Ausrüstung hat er mir Folgendes geschrieben: „Es handelt sich beim Bild, wo die Soldaten vor einem Brunnen stehen und wo dein Grossvater sitzt, um eine Aufnahme aus der Zeit des 1. Weltkriegs. Die Soldaten haben zum Teil das Bajonett am Gurt, welches auf das Langgewehr (Typ 1911) passt (Nahkampf). Die Nummer auf dem Tschako zeigt die Einteilung an, wobei der Soldat rechts aus einem andern Bataillon stammt. Die gekreuzten Gewehre deuten auf dieInfanterie hin.“ (8)

Die nächste Seite im Familienalbum zeigt je ein Foto von Gottfried Senn und eines von seiner Braut Bertha Wehrli wohnhaft in Oberhof auf Benken AG. Mit der Brautwahl hat Gottfried den durch die Tradition in der Familie und der katholische Dorfgemeinschaft gesteckten Rahmen endgültig überschritten. Er hat die Warnungen der Pfarrherren missachtet und eine Protestantin zur Frau genommen.

Am 25. Juni 1902 haben er und Bertha auf dem Zivilstandsamt in Aarau geheiratet. (9). Am 26. Juni 1902 war die protestantische Trauung in der Kirche Kirchberg bei Küttigen. Auf dem Hochzeitsfoto (Foto) sieht man ein junges schwarzgekleidetes Paar. Sie trägt ein langes schwarzes Kleid und ein Krönchen. Er hat immer noch den Schnauz und auf der rechten Seite einen Scheitel und trägt einen Zweireiher mit Gilet.

Am 8. September 1904 wurde dem Paar in Aarau ein Sohn geboren. Er erhielt den Namen Karl Gottfried. Um ca. 1910 zog Gottfried Senn mit seiner Frau Bertha geb. Wehrli und dem Sohn Karl nach Bern. Gottfried Senn und Bertha Wehrli waren mit Ausnahme von Heinrich Schlumpf und Luise Roschi (Thun) die einzigen Vorfahren, die in einer grösseren Schweizer Stadt wohnten. Die Städte entwickelten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts schnell. Ich mache im Folgenden einige Angaben zur Stadt Bern um 1910.

2.3. Leben in der aufstrebenden Stadt Bern

«Mit der Wahl Berns zur Bundesstadt und vor allem mit dem Anschluss an das nationale Eisenbahnnetz hatte nach 1860 ein stürmisches Stadtwachstum eingesetzt. Mit dem Bau der Kirchenfeld- und der Kornhausbrücke entwickelten sich neue Quartiere im Norden und Süden der Stadt Bern. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Stadt mit dem Aufbau der Gas- Hochdruckwasser- und Stromversorgung sowie des öffentlichen Verkehrs.“ (10) „Die Stadt Bern erfuhr zwischen 1888 und dem ersten Weltkrieg den grössten Bevölkerungszuwachs aller Zeiten. Dieser wurde von den neu entstehenden Aussenquartieren aufgefangen. Während um 1830 erst 19 Prozent der Berner und Bernerinnen ausserhalb der Innenstadt lebten… waren es 1910 79 Prozent. (11) „Zwischen 1888 und 1914 stieg die Zahl der Menschen von 48 000 auf 90 000 an.“ (12) Auch Gottfried Senn gehörte mit seiner Familie zu den Zuzügern. Bern war eine aufstrebende Stadt. Die meisten grossen Industrie- (z.B. Tobler, Wander, Hasler) und Dienstleistungsbetriebe wie Versicherungen, Banken, Verwaltung, Spitäler etc. wurden zwischen 1860 – 1914 gegründet. (13)

Der zweite Sohn der Familie namens Eugen (mein Vater) kam am 14. Juli 1913 in Bern auf die Welt. Die Familie wohnte in Bern im Breitenrainquartier am Mezenerweg 8. Das dreistöckige Haus mit einem Mansarden-Walmdach steht noch heute in einer Quartierstrasse und war wohl um 1900 gebaut worden. Es ist ein „bürgerliches“ Haus; vermutlich gibt es darin 3 grössere Wohnungen. Der Breitenrain genannt „Breitsch“ galt als Quartier der sozialen Mittelschicht. (14) Gottfried hat als Kaufmann in einer Handelsfirma in der Oberstadt gearbeitet. Er soll Prokurist gewesen sein und im Quartier und in der Stadt eine geachtete Persönlichkeit. Zur Arbeit konnte er mit dem Tram in die Innenstadt fahren oder zu Fuss über die Kornhausbrücke wandern. „1910 musste das Tram den Strassenraum noch kaum mit Autos teilen, sondern mit Fuhrwerken, Fussgängerinnen und Fussgänger sowie immer häufiger mit Fahrrädern.“ (15) Autos spielten noch kaum eine Rolle. Es gab in der ganzen Schweiz nur 5410 Autos.(16) Bertha Senn-Wehrli war Hausfrau und Mutter. Die Lebensmittel konnte sie in den Quartierläden oder auf dem Wochenmarkt einkaufen. Die Milchfrau oder der Milchmann brachten die Milch nach Hause. Ein neuartiges Kauferlebnis boten die in der Oberstadt um 1900 gegründeten Warenhäuser; die Firmen Rüfenacht, Loeb, Kaiser. „Dieser neue Verkaufstyp umfasste erstens eine grosse Ladenfläche, die sich meist über mehrere Etagen eines Gebäudes erstreckte. Zweitens präsentierte das Warenhaus eine breite Palette an Gütern in einem einzigen Geschäft, und drittens konnte um den Preis nicht wie auf dem Markt gefeilscht werden… Die teilweise kunstvoll präsentierten Waren luden nicht nur zum Kauf sondern auch zum Betrachten ohne Kaufzwang ein. So entstand eine völlig neue Atmosphäre, die das Einkaufen in ein Freizeitvergnügen verwandelte.“ (17)

In der Vorkriegszeit waren zwei Ereignisse für die Berner Bevölkerung und wohl auch für die Familie Senn von Bedeutung: 1912 der Besuch des deutschen Kaisers und am 14. Mai 1914 die Eröffnung der Landesausstellung im Neufeld und dem Viererfeld. Sie verzeichnete über drei Millionen Besucherinnen und Besucher, obschon sie vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überschattet wurde. (18)

2.4. Der Erste Weltkrieg (1914 -1918) und der Generalstreik 1918

Der Erste Weltkrieg (1914-1918) war für die Schweizer Bevölkerung eine einschneidende Epoche. Das Leben in der Schweiz veränderte sich abrupt. „Die Schweiz von Anfang 1914 war dynamisch und aufstrebend. Sie gehörte damals in Europa zu den am höchsten industriealisierten Ländern: Mit ihren 3 828 431 Einwohnern stellte sie gerade 1% der Bevölkerung Europas, war aber verantwortlich für 3% aller europäischer Exporte.“ „ Der Krieg aber brachte Furcht und Ungewissheit ins neutrale Land.“ Der Erste Weltkrieg sollte ein „blutiger“ Krieg werden, von dem die Schweiz dank ihrer Neutraliät verschon blieb. In Europa “fielen dem Krieg fast zehn Millionen Soldaten und rund sieben Millionen Zivilisten zum Opfer. 20 Millionen Soldaten wurden verwundet und trugen teils schwerste Verletzungen davon.“ (19)

In der Schweiz wurden die Soldaten am 2. August 1914 mobilisiert, am Tag darauf wurde die Schweizer Neutralität ausgerufen. In seiner Botschaft an die Bundesversammlung „betreffend Massnahmen zum Schutz des Landes und zur Aufrechterhaltung der Neutralität“ griff der Bundesrat zu einem starkes Bild: „Die schwarze Wolke, die seit Jahren gefahrdrohend am politischen Himmel stand, hat sich entladen. Die Kriegsgefahr ist in unmittelbare Nähe gerückt.“ (20) Alle Männer zwischen 20 und 48 Jahren wurden eingezogen; auch Gottfried Senn, der damals 41 Jahre alt war. Er gehörte dem Landsturm an. General Ulrich Wille wurde am 3. August 1914 zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee gewählt. Seine Wahl war umstritten. „General Wille führte einen Kreuzzug für eine rigorose Erziehung der Miliz. Deutschfreundlich, hochgeboren und höchst umstritten, spaltete er die Polit-Elite.“(21) Der General hatte sein Hauptquartier im Hotel Bellevue Palace in Bern. Anlässlich der Museumsnacht vom 16.03.2018 konnte man im Bellevue im Rahmen einer Ausstellung eine historische Telefonanlage und das vermutliche Arbeitszimmers des Generals besuchen.

Ein tiefer Graben ging durch die Schweiz: während die Westschweiz mit Frankreich sympathisierte, unterstützten viele Deutschschweizer den deutschen Kaiser. Ob dies auch auf Gottfied zutraf, weiss ich nicht. Aber offensichtlich stand er dem Militär und auch dem General Wille positiv gegenüber. Ich schliesse dies aus der Tatsache, dass in der Mansarde meines Elternhauses ein Bild von General Wille hing. Mein Vater muss es von seinem Vater geerbt haben. Es zeigte den beritten General in farbiger Uniform umgeben von hohen Offizieren ebenfalls zu Pferd. Der Grossvater bewahrte auch eine Urkunde auf, wo er vom Bundesrat für den geleisteten Dienst im 1. Weltkrieg geehrt wurde. In der Bevölkerung, zumindest in der Deutschschweiz schien der General Sympathien zu geniessen, dies wird z.B. anlässlich eines Truppenbesuchs in Aarau vom 18.06.1915 sichtbar: „Welch hohe patriotische Begeisterung für das militärische Wesen und vorab für den obersten Feldherrn in unserem Volke ruht, das bewiesen die begeisterten Kundgebungen beim Besuch des Generals und beim anschliessenden Defilé….Wo immer sich der General zeigte, wurden ihm stürmische Ovationen dargebracht.“ (22) Vor allem zu Beginn des Krieges musste das Land geeinigt und der Wehrwille gestärkt werden; z.B. bei den Truppen in Feldgottesdiensten, unter dem Motto „Ein patriotisches Wort in ernster Zeit“ : „Wir wollen mit unseren grossstaatlichen Nachbarn in Frieden zusammenleben. Wenn aber einer dieser Nachbarn unsere Neutralität verletzen sollte, wenn er mit den Waffen in der Hand unsere Grenzen überschreitet, dann ist er unser Feind, dann stellen wir uns ihm mit voller Rüstung entgegen und opfern, so es sein müsste, Blut und Leben für unsere Freiheit und Unabhängigkeit….“Rufst du mein Vaterland, sieh uns mit Herz und Hand, all`dir geweiht.“ (23)

Falls, wie zu Beginn des Krieges befürchtet, französische Truppen in den Schweizer Jura eingefallen wären, um ihn als Durchgangskorridor für den Einfall nach Deutschland zu benützen, wäre es vermutlich mit der Wehrkraft der Schweizer Armee nicht zum Besten gestanden. Der General hielt nach vier Jahren Aktivdienst fest: “Für mich steht fest, dass ein Krieg im August 1914 uns das frühere oder spätere Versagen vor dem Feinde gebracht hätten.“ (24)

Zu Hause fehlten die Männer als Arbeitskräfte. Sie hinterliessen grosse Lücken im Wirtschafts-und Zivilleben. Die Schweizer Frauenorganisationen richteten einen Appell an die Frauen: „Übernehmt Verantwortung in allen Bereichen, insbesondere in der Arbeit auf den Feldern und in jenen Berufen, die Männer nicht ausüben können.“ Die Frauen folgten diesem Aufruf und stellten sich dem Land in der Landwirtschaft, in den Fabriken und je nach Qualifikation in den Amtsstuben etc. zur Verfügung. Frauen schneiderten Uniformen und kümmerten sich um die Wäsche der Soldaten. (25) Es standen nicht immer alle Truppen im Einsatz, diese wurden in einem bestimmten Turnus abgelöst und entlassen. Die jüngeren Soldaten, die zum Auszug gehörten, mussten längere Dienstzeiten leisten als die Soldaten der Landwehr oder des Landsturms. Die Landsturmbataillone wurden oft nur für kurze Zeit einberufen. In einem Brief vom 7.06.1915 erklärt General Wille einer Frau aus dem Freiamt, die sich beklagt hatte, dass dringende landwirtschaftliche Arbeiten nicht ausgeführt werden konnten, das System. Er schreibt: „Alle diese Anordnungen werden so getroffen, damit die Lasten der Mobilisierung möglichst gleichmässig auf alle Landesteile verteilt sind.- Ich kann ihnen auch die beruhigende Versicherung geben, dass zur Aufrechterhaltung unserer Neutralität nicht mehr Truppen aufgeboten werden, als absolut dafür notwendig ist.“ (26)
Gottfried Senn, der einem Landsturmbataillon angehörte, musste also nicht so lange aufs Mal Dienst leisten. Das war für seine Familie wichtig, auch unter finanziellen Aspekten. Es gab damals noch keinen Erwerbsersatz für Soldaten. Ein Feldweibel erhielt 1914 Fr. 2.50 pro Tag Sold. In Anbetracht der Teuerung erfuhren die Soldansätze zweimal Erhöhungen. Im April 1918 erhielt er Fr. 3.80.(27) Mit diesem Sold konnte man nicht eine Familie ernähren. Ein Kilo Brot kostete 1918 74 Rp., ein Liter Milch 35 Rp.(28) Der Sold sollte nicht ein Arbeitslohn sein, sondern ein Ehrensold. Man ging davon aus, dass der Militärdienst „ein Ehrendienst ist, bei dem der Soldat seine ganze Persönlichkeit hergibt, der wegen seines hohen Wertes gar nicht bezahlt werden kann und der darum grundsätzlich unentgeltlich geleistet werden soll….Der Staat hat dafür zu sorgen, dass der Soldat während des Dienstes keine Auslagen hat, oder dass ihm für solche durch einen Ehrensold Ersatz geboten wird, und dass die Familie des Wehrmanns, während dieser im Dienst steht und seine Arbeitskraft nicht für deren Unterhalt ausnützen kann, ihr Auskommen hat…durch die Gewährung einer Notunterstützung.“ (29)

1918 bezieht ein Sechstel der Bevölkerung Notstandsunterstützung. Arme Familien hungern. Als im Juli 1918 die Spanische Grippe ausbricht, sind viele Menschen so geschwächt, dass der Epidemie in der Schweiz 25 000 Menschen zum Opfer fallen. (30) Die sozialen Spannungen steigen.„Krisensymptome in der Armee: Erziehungsdrill, Autoritätsanspruch und Privilegien der Offiziere und im Zivilleben: Lebensmittelteuerung und Mangelversorgung sind unübersehbar. Nachdem in Russland die kommunistische Revolution 1917 mit Erfolg über die Bühne gegangen ist und sich im Spätsommer 1918 ein Ende des Krieges abzeichnet, spitzt sich die innenpolitische Lage zu. Ein Aktionskomitee der Linken um Rudolf Grimm kündigt an, mittels Generalstreik die Schweiz ohne Rücksicht auf das Verfassungsrecht zu „revolutionieren“, was grosse Unsicherheit auslöst….Als sich Ende Oktober, Anfang November im „revolutionären“ Gravitationszentrum eine auf Generalstreik und Klassenkampf eingeschworene Arbeiterunion bemerkbar machte…liess Wille zwei Kavallerie- und zwei Infanterieregimenter in die Stadt Zürich einmarschieren.“ (31)

Wie hat die Familie Senn, wie haben andere mittelständische Familien, den Generalstreik erlebt und beurteilt? Ich denke, sie hatten für gewisse soziale Anliegen der notleidenden Bevölkerung Verständnis, aber sie hatten Angst, dass die Anarchie, die in vielen Städten Europas herrschte, sich auch in der Schweiz ausbreiten könnte. Vielleicht war der Familie Senn die Sondernummer der „Schweizer Illustrierten Zeitung“ vom 16. Nov. 1918 bekannt. Zumindest später hatten sie diese Zeitschrift abonniert. Auf der Titelseite sieht man ein Bild mit einem Fahrzeug auf dem Soldaten sitzen und die Revolutionsfahne schwingen. Der Text lautet: “ Die Revolution in Berlin! Soldaten und Matrosen durchfahren, die rote Revolutionsfahne schwingend, das Brandenburger Tor.“ Das Bild ist umrahmt von Portraitaufnahmen der vom Volk gestürzten Herrscher. Neben dem deutschen Kaiser Wilhelm II und dem Kaiser Karl von Oesterreich waren es: König Friedrich August von Sachsen, König Ludwig von Bayern, König Wilhelm von Württenberg, Kronprinz Wilhelm von Deutschland, Prinz Heinrich von Preussen, Herzog Albrecht von Württemberg, Kronprinz Ruprecht von Bayern, Herzog Ernst August zu Braunschweig-Lüneburg. Im Innern der Zeitung hat es „Momentbilder von den Streiktagen in der Schweiz“: z.B. Soldaten die das Bundeshaus, damals noch Bundespalast genannt, bewachen; oder die militärische Schutzwache vor dem Gebäude der „Neuen Zürcher Zeitung“. Dort wurde trotz des Streikes die „Bürgerliche Presse“ gedruckt. Andere Zeitungen, wie z.B. die „National Zeitung“ in Basel konnte während des Streikes nicht ausgeliefert werden. Die Redaktion der „National-Zeitung“ protestierte wegen dieser Unterdrückung der Pressefreiheit in der Schweizer Illustrierten Zeitung. Damit die Post ausgeliefert werden konnte, wurden den „Pöstelern“ in Zürich Soldaten zur Seite gestellt. Auf dem gezeigten Bild ist es ein Landsturmsoldat. Ich denke, dass die Vorfahren den Aufruf des „Bundesrats an das Schweizer Volk“ zum Schweizerischen Landesstreik beherzigt haben. Dort wandte sich der Bundesrat an die „getreuen, lieben Eidgenossen“. Er schreibt u.a.: „Dieser Landesstreik setzt die Existenz und Wohlfahrt des Landes aufs Spiel! Der Bundesrat informiert weiter darüber, dass er zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung Militär aufgeboten habe und eine Verordnung erlassen habe, welche die Beamten, Angestellten und Arbeiter der eidgenössischen und kantonalen Militärverwaltungen und der öffentlichen Verkehrsanstalten dem Militärgesetz unterstellt habe. Der Bundesrat verspricht Sozialreformen, „lehnt aber jeden Vorstoss ab, der auf dem Wege des Umsturzes, d.h. ausserhalb der verfassungsmässigen und gesetzlichen Formen zum Ziele gelangen will.“ Der Aufruf endet mit einem Appell: „Getreue, liebe Eidgenossen! Ihr seid Bürger eines freiheitlichen Staatswesens. Eure staatlichen Einrichtungen und Euere Gesetze geben Euch das Mittel in die Hand, einzig durch Euren Willen jeden Fortschritt und jede Neuerung auf politischem und sozialen Gebiet zu verwirklichen. Duldet nicht, dass unsere liebe Schweiz im Wirrwar der Anarchie untergehe. Ihr habt das Vaterland bewahrt in den angstvollen Stunden als der Krieg uns umtobte. Ihr werdet das Vaterland auch in dieser Stunde der inneren Krisis durch Eure feste Entschiedenheit und Euere mutige Entschlossenheit retten helfen. Gott schütze das Vaterland!“ Bern, den 11. Nov. 1918 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates: Der Bundespräsident: Calonder (32)

2.5. Eine bürgerliche Familie

Politisch fühlte sich die Familie Senn den Liberalen zugehörig. Sie wählten FDP und hatten die Zeitung „Der Bund“ abonniert. Die Kinder wurden protestantisch erzogen. Sie wuchsen in einem bürgerlichen, wohlbehüteten Umfeld auf. Man legte Wert auf eine gepflegte Kleidung und eine gewisse Tischkultur mit weissen Servietten etc. Karl und später auch Eugen konnten draussen auf den Quartierstrassen spielen. Da es noch keinen Verkehr gab und da die Nebenstrassen meistens ungepflastert waren, boten sich den Knaben viele Spielmöglichkeiten. Am Sonntag machte die Familie Spaziergänge, z.B. in den nahe gelegenen Rosengarten. Das frühere Friedhofgelände wurde 1913 in eine Parkanlage umgewandelt und ab 1917 wurden hier Rosen gezüchtet. (33) Manchmal besuchten Senns bei schlechtem Wetter ein Museum.

Gottfried Senn war ein geselliger Mann. Gerne trank er nach Feierabend in einem Restaurant ein Glas Wein, sass mit seinen Kollegen zusammen, diskutierte oder klopfte mit ihnen einen Jass. „Als Eugen grösser war, hat ihn die Mutter manchmal geschickt, den Vater aus dem Wirtshaus nach Hause zu holen.“ (34) Vielleicht weist diese „Wirtshausgeschichte“ auf Ehe-Spannungen hin, die sich möglicherweise aus den unterschiedlichen Familientraditionen ergaben: Bertha kam aus einem sehr frommen, strengen protestantischen Elternhaus, Gottfried aus einem katholisch eher lebenslustig-sinnlichen Umfeld.

Materiell hat der früh verstorbene Grossvater nicht viele Spuren hinterlassen. Ich kann mich an zwei Holzgegenstände erinnern, die er angefertigt hat. Er muss ein geschickter Handwerker gewesen sein. In meiner Jugend fuhr ich im Winter auf einem Schlitten, der von meinem Grossvater geschreinert worden war. Das Exklusive an diesem Schlitten war, dass er mit einem Teppichstück gepolstert war. Das zweite Erinnerungsstück, das noch heute existiert, ist ein solider Holzschemel.

Gottfried Senn verstarb jung am 12. März 1927 im 54. Lebensjahr. So viel ich weiss, starb er zu Hause, unerwartet nach längeren Blasenleiden. In der alten Familienbibel hat meine Grossmutter unter „Sterbefälle“ geschrieben: „Am 12. März 1927 abends 9 1/2 entschlief unser innigst geliebter Vater und am 16.(März) dies bei prächtigem Sonnenschein wurde
die sterbliche Hülle der Erde übergeben.“

Quellenangaben:

1 Vorfahren Senn im Überblick Kp.21.1.
2 Auszug aus dem Geburtsregister
3 Adeline Senn(-Weber), Marcel Senn und Alfons Senn «mdl. Erzählung»
4 Fricker Traugott, Müller Albin, 1988 «Sagen aus dem Fricktal», S. 77
5 Hugger Paul 1977 «Fricktaler Volksleben», S. 248 – 253
6 Feiss J. 1880 «Das Wehrwesen der Schweiz», S. 30
7 Burlet Jürg 1992, «Geschichte der eidg. Militäruniformen 1852 – 1992», S. 71
8 Senn Thomas, e-mail vom 15.06.2015
9 Civilstandskreis Küttigen, Eheschein vom 26. Juni 1902
10 Bähler Anna, 2003, «Von der Altstadt in der Aareschlaufe zur Stadtregion in Bern», *In die Geschichte der Stadt im 19. u. 20. Jhd. , S.11,
11 (s. 10) S. 16
12 Bähler Anna, Lüthi Christian, 2003 «Unterschiedliche Lebensweisen auf engstem Raum», S. 231 in *
13 Lüthi Christian, 2003 «Wachstum im schwierigen Umfeld», S. 102 in *
14 «Breitenrain früher», Wikipedia
15 (s. 10) S. 34 in *
16 Stephens Thomas , 28.07.2014 «Wie 1914 das Leben in der Schweiz veränderte», swissinfo.ch/ger/kultur/erster-weltkrieg_wie- 1914
17 (s. 13) «Wachstum in schwierigem Umfeld», S. 81/85 *
18 Bühler Susanne, 2003 «Schauplatz nationaler und internationaler Begegnungen», S.299, in *
19 (s. 16), S.1 u.2
20 Utz Peter,17.10. 2014, «Hinhören auf den fernen Donner»nzz.ch/feuilleton/buecher/hinhoeren-auf-den-fernen-donner
21 Jaun Rudolf «Drillmeister Wille», Sonderheft 1. Weltkrieg, S. 31
22 Zeitungsnotiz, im Tagebuch V, Infanterieregiment 24, 26. April – 20. Juni 1915
23 Feldgottesdienst, 16.08.1914, Tagebuch I Infant.regiment 24,4. Aug.- 2.Sept.1914
24 Jaun R.(s. 21) S. 31
25 Stephens Thomas (s. 16), S. 3
26 Brief von General Wille im Aargauer Tagblatt vom 7.06.1917
27 www.schweizer-festungen.ch/images/Schweiz 1914 – 1918
28 Alte Zeit «Lebensmittelrationierung im 1. u. 2. Weltkrieg»
29 Allg. Schweizerische Militärzeitung 1919, Heft 32; «Sold und Notunterstützung» S.254
30 von Bergen Stefan, 11.05.2014, «Als die Schweiz fast auseinanderfiel», bernerzeitung.ch/Als-die-Schweiz-fast-auseinanderfiel
31 (s. 21) S. 33
32 Sondernummer «Schweizer Illustrierte», 16. Nov.1918
33 «Rosengarten», Wikipedia
34 Vreni Senn: mdl. Erzählung