Im Historischen Museum in Bern hängen in prunkvollen Goldrahmen die Gemälde der 4 Bernburger Generäle des 2. Villmergerkrieges von 1712. Es sind:

34. Niklaus von Diesbach (1645-1721), Feldoberst und Feldkriegsrat.

35. Johann Samuel Frisching (1638-1721). Glänzende Karriere über die Generalität zum Schultheissenamt (ab 1715).

36. Niklaus Tscharner (1650-1737), verwundeter Oberbefehlshaber.

37. Johann Rudolf Manuel (1669-1715). Als Stabchef verdienstvoll der Benjamin der Villmerger Generäle.

38. Brief von Ulrich Mühlemann an seine junge Frau Elisabeth Ritschard aus dem 2. Villmergerkrieg 1712. (* Das Original befindet sich im Privatbesitz von Paul Michel, Bern)

39. Fähnrich der Landschaft Interlaken 1714, nach einer datierten Wappenscheibe im Historischen Museum Bern. Der Fähnrich trägt die Fahne von Interlaken. Er ist mit einer grauen Kasake mit roten Aufschlägen, rote Strümpfe und einem breitrandigen schwarzen Hut gekleidet. Es ist die älteste bisher bekannte Darstellung der ersten bernischen Uniform. Eine solche Uniform könnte Ulrich Mühlemann 1712 getragen haben. (*)

40. Das «Chänneler Christi Haus», das Ulrich Mühlemann (Lieutenant; später Siechenvogt, Landesvenner, Landesstatthalter) und Anna Buri 1715 erbauen liessen. Inschrift an der Frontseite: «Durch Gottes Gnad, hilff und bystand diss Hauss hier aufgeBauen Hand im 1715 Jar ULRICH MÜHLIMANN UND ANNA BURI. DIE war sein Ander Ehgemal. Gott segne sie fyn und alle die da gahn auss und yn. Alle Nachkömmlinge von Geschlecht zu Geschlecht.» Das Haus ist mit dem Familienwappen verziert. (*)

41. Am «Chänneler Christi Haus» steht auf der Seite zur Schulhausstrasse die Inschrift: «Wer bauet an die Strassen, muss sich von manchem tadeln lassen. Muss Hasser lass hassen und Nyder lan nyden. Was Gott eim gibt und gönnt, das wirt ihm dennoch bleiben.»

42. Das Wappen der Familie Mühlemann: Weisse Lilie mit 3 goldenen Sternen auf blauem Grund, erstmals bekannt 1712 als Siegelabdruck auf einem Brief von Ulrich Mühlemann (1687-1763). Die Familiendevise lautet «Tout bien ou rien:» (Museum «Alte Pinte» in Bönigen)

43. Dieser herrschaftliche Schrank von Ulrich Mühlemann und Anna Buri befindet sich im Museum «Alten Pinte» in Bönigen. Der Schrank wurde vermutlich zum 20-jährigen Hochzeitstag von einem Kunstschreiner hergestellt. Die Inschrift am Schrank lautet: «Ullrich Mülimann und Anna Buri sein HF im 1735 jar.»

44. Hausteil, den Christian Mühlemann (Fuhrmann, Kleinbauer) und Elisabeth Zürcher und ihre 7 Kinder seit 1896 in Bönigen bewohnt haben. (*)

45. Bönigen als Touristenort. Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts waren in Bönigen verschiedene Hotels am See gebaut worden. (*)